Car Garantie: Ost und West sind eins

Autor: Wolfgang Michel

Axel Berger hat die Wendezeit im Kfz-Gewerbe Ostdeutschlands miterlebt. Auf ein Erlebnis hätte der heutige Vorstandsvorsitzende des Freiburger Spezialversicherers jedoch verzichten können.

Axel Berger: „Keiner wusste, dass das Auto aus dem Westen mit 15 und mehr Jahren nur noch eine Schrottkiste war. Ganz im Gegenteil: Die Menschen waren der Meinung, so eine Auto aus dem Westen könnte doppelt so alt werden wie ihr Trabant.“
Axel Berger: „Keiner wusste, dass das Auto aus dem Westen mit 15 und mehr Jahren nur noch eine Schrottkiste war. Ganz im Gegenteil: Die Menschen waren der Meinung, so eine Auto aus dem Westen könnte doppelt so alt werden wie ihr Trabant.“
(Foto: Car Garantie)

Redaktion: Sie haben 1990 in Dresden Ihre berufliche Tätigkeit für die Car Garantie aufgenommen. Was fällt Ihnen spontan zur Wendezeit ein?

Axel Berger: Im Automobilhandel gab es sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland eine unglaubliche Aufbruchsstimmung. Schließlich konnten die westdeutschen Autohändler jetzt völlig unbürokratisch nach Ostdeutschland fahren. Was über Jahrzehnte nicht möglich war, ging plötzlich über Nacht. Und die Menschen in Ostdeutschland hatten jetzt die Chance auf ein „neues“ Auto aus dem Westen.

Was war die Folge?

Es kam eine Zeit, in der sich Autos wie geschnitten Brot verkauften. Das Geschäft brummte ohne Ende, die westdeutschen Gebrauchtwagenplätze waren in wenigen Monaten leergefegt. Konsequenz: Im Westen gab’s plötzlich keine Autos mehr.

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 Wolfgang Michel

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Chefredakteur »kfz-betrieb«