Car Union übernimmt Standort von Auto Steinhardt

Autohausgruppe kauft in Bad Hersfeld zu

| Autor: Christoph Baeuchle

(Bild: Carunion)

Die Car-Union-Gruppe bleibt auf Expansionskurs. Zum Jahresstart hat sie den Standort Bad Hersfeld vom Autohaus Steinhardt übernommen. Alle drei dort gehandelten Marken – Renault und Dacia sowie Seat – will die Autohausgruppe fortführen. Mit Seat ist der Händler bereits an einem Standort in Thüringen aktiv.

„Mit der Übernahme gehen wir unseren ersten Schritt nach Hessen“, sagte Wieland Hess, Geschäftsführer Car Union, im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Es ist das fünfte Bundesland, in dem die Autohausgruppe nun vertreten ist. „Der neue Standort passt ausgezeichnet zu Car Union, da er an unser Marktgebiet in Thüringen angrenzt.“

Car Union übernimmt das gesamte dortige Steinhardt-Team mit seinen 16 Mitarbeitern und vier Azubis. „Der Standort steht gesund und solide da“, betont der Geschäftsführer. Es sei kein Notverkauf gewesen. Vielmehr gebe der Inhaber, Gerd Steinhardt, den Standort aus Altersgründen ab. Er konzentriere sich auf seinen Betrieb in Eisenach.

Der neue Standort bietet Platz genug: 13.000 Quadratmeter umfasst das Grundstück. Im vorhandenen Gebäude sind alle Marken untergebracht. Allerdings sind zunächst Investitionen notwendig: „Um die Räumlichkeiten auf den neuesten Stand zu bringen, investieren wir in die CI der Marken“, erläuterte Hess. Sowohl bei Renault als auch bei Seat müssen Außen- und Innen-CI erneuert werden. Zudem seien Investitionen in die Werkstatt geplant.

Spätestens dann will Hess den Absatz ausbauen. „Wir haben den bundesweiten Renault-Durchschnitt fest im Blick.“ Dabei soll der neue Standort von der Größe der Gruppe profitieren. Kurzfristiges Potenzial sieht er beispielsweise in der Transporter-Sparte und mit den Sport- und Elektromodellen.

Erst Ende vergangenen Jahres hat die Car-Union-Gruppe das Autohaus Stutzer mit seinen drei Standorten in Bernburg, Aschersleben und Halberstadt übernommen. Alle drei Filialen verkaufen Renault und Dacia. Damit war Car Union noch vor der Übernahme von Steinhardt auf 18 Standorte gewachsen. Das Unternehmen gehört zu den größten Autohäusern im Renault-Netz. Der Händler, der in erster Linie Renault und Dacia vertritt, hat auch die Marken Nissan und Kia sowie Seat und Skoda im Portfolio.

Schritt für Schritt hat sich die Car Union seit dem Einstieg der Hess-Gruppe 2012 zum Big Player entwickelt. Mit der jüngsten Übernahme ist noch kein Ende der Expansionsstrategie in Sicht. Erst jüngst sagte Geschäftsführer Andreas Klimm: „Wir sind weiter offen für neue Standorte.“ Wenn es sinnvoll sei und die Marken stimmen, prüfe man jede Möglichkeit.

In der Ausgabe 50/2017 – „Die großen Autohändler Deutschlands 2017“ – berichtete »kfz-betrieb« über Car Union und über 60 weitere Big Player aus der Branche. Die Schwerpunktausgabe können Sie online zum Preis von 8,30 Euro bestellen.

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