Carole Ghosn fordert Hilfe von Donald Trump

Autor: Christoph Baeuchle

Carole Ghosn, die Frau des Ex-Chefs von Nissan und Renault, fordert für ihren Mann Unterstützung vom US-Präsidenten. Donald Trump soll sich auf dem anstehenden G20-Treffen für Carlos Ghosn einsetzen.

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Soll im Fall Ghosn helfen: US-Präsident Donald Trump.
Soll im Fall Ghosn helfen: US-Präsident Donald Trump.
(Bild: Shealah Craighead/White House)

Die Ehefrau des angeklagten Ex-Nissan- und Renault-Chefs, Carole Ghosn, hat in einem Interview mit der BBC den US-Präsidenten aufgefordert, sich für ihren Mann einzusetzen. Gelegenheit bietet das anstehende G20-Treffen, der Gipfel der führenden 20 Industrie- und Schwellenländer, bei dem Donald Trump auf den japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe trifft. Trump solle mit Abe über faire Prozessbedingungen sprechen, so Carole Ghosn. Zuvor hatte sich Frau Ghosn bereits an die französische Regierung gewendet und um Hilfe gebeten.

Nachdem Ghosn Anfang April zum zweiten Mal festgenommen wurde, kam er Ende April auf Kaution wieder frei. Carole Ghosn hat ihren Mann nach eigener Aussage seit der zweiten Verhaftung nicht mehr sprechen dürfen. Es sei eine Bedingung für die Haftentlassung ihres Mannes gewesen, dass er mit ihr nicht spreche.

Die Staatsanwaltschaft in Tokio hat gegen den Ex-Automanager in mehreren Fällen Anklage wegen Veruntreuung von Firmengeldern und Verstoßes gegen Veröffentlichungspflichten erhoben.

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Chefreporter Automobilwirtschaft & Politik/Verbände