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Carsharing-Branche registriert mehr Nutzer

| Autor / Redakteur: dpa / Jens Rehberg

Nach einer Stagnation im Jahr zuvor haben die Carsharing-Anbieter in Deutschland 2018 wieder deutlich mehr Neukunden gezählt. Dementsprechend wuchs auch die Flotte.

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(Bild: Daimler)

Immer mehr Kunden registrieren sich für Carsharing-Dienste. 350.000 Nutzerkonten sind im vergangenen Jahr dazugekommen (+ 16,6%), wie sich der Statistik des Bundesverband Carsharing entnehmen lässt. „Nach einer Stagnation ist der Markt wieder deutlich gewachsen“, sagte Gunnar Nehrke, Geschäftsführer des Dachverbands, am Mittwoch in Berlin.

Die meisten Nutzer seien für sogenannte Free-Floating-Dienste registriert. Dabei sind Kunden mit Ausleihe und Rückgabe nicht an bestimmte Stationen gebunden. 1,81 Millionen der insgesamt 2,46 Millionen Nutzerkonten entfallen auf die stationslosen Dienste. Gemessen an der Flottengröße belegen Platz 1 und 2 unter den Free-Floating-Anbietern bereits jetzt die Autohersteller Daimler und BMW, die aktuell ihre Carsharing-Angebote Drivenow und Car-2-Go fusionieren.

Der Zusammenschluss zwischen den Branchengrößten macht Nehrke keine Sorgen. „Natürlich wird dadurch Deutschlands größtes Carsharing-Unternehmen entstehen“, insgesamt ergebe sich auf dem Markt aber keine neue Wettbewerbssituation, weil die Anbieter nur an bestimmten Orten ihre Dienste anböten, an anderer Stelle dominierten andere Unternehmen den Markt, so Nehrke.

235.000 zusätzliche Anmeldungen haben die Free-Floating-Anbieter im Jahr 2018 insgesamt verzeichnet, rund 115.000 mehr Nutzer waren es bei den stationsgebundenen Diensten. Auch Mischformen kommen laut Nehrke gut an.

Mehr Nutzer bedeuten auch mehr Fahrzeuge: 20.200 Autos (+ 12,5%) waren im Januar in Deutschland als teilbares Gut unterwegs. Nehrke wünscht sich, dass sich der Trend fortsetzt und die Carsharing-Dienste langfristig dafür sorgen, dass Menschen komplett auf die Anschaffung eines eigenen Fahrzeugs verzichten.

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