Castrol: Ölpeilstab – das unbekannte Wesen?

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

„Viele Autofahrer kennen den Ölpeilstab nicht mehr aus eigener Erfahrung“, lautet eine Erkenntnis des Schmierstoffexperten.

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Flexible und gefühlt immer weiter steigende Ölwechselintervalle hätten dazu geführt, dass Fahrzeughalter die regelmäßige Kontrolle des Ölstands vernachlässigen würden. Dies sowie die Auswahl des geeigneten Schmierstoffs seien jedoch besonders wichtig: „Sich ausschließlich auf die Bordelektronik und den Warnhinweis im Display zu verlassen, ist nicht ratsam“, mahnt Castrol-Technik-Experte Volker Clasen: Autofahrer sollten den Ölstand, die Wechselintervalle und das eingesetzte Motorenöl deshalb unbedingt wieder selbst im Auge behalten, denn flexible Wechselintervalle seien kein Freifahrtschein. Die Bordelektronik prüft fast ausschließlich den Ölstand, die Temperatur und bestenfalls die Öltrübung, nicht aber die Qualität des Motorenöls, so Castrol.

Wie nachlässig Deutschlands Autofahrer mit dem Motorenöl umgehen, hätte nicht zuletzt die von Castrol zusammen mit der GTÜ entwickelte Öl-Studie gezeigt. Die repräsentative Erhebung belegte, dass in jedem vierten untersuchten Fahrzeug der Ölfüllstand falsch war. Nahezu ebenso hoch war der Anteil der Fahrzeuge, bei denen die Ölqualität glatt durchfiel und ein sofortiger Ölwechsel notwendig war. Eine Ursache für den sorglosen Umgang mit dem Schmierstoff sei der technische Fortschritt: Musste man in den fünfziger Jahren das Motorenöl schon nach rund 2.500 Kilometern austauschen, erhöhte sich dieses Intervall lange Zeit kaum – bis in die siebziger Jahre hinein hatten Dieselmotoren mit 5.000 Kilometern nur unwesentlich mehr Öllaufleistung zu bieten. „Dann ging es steil bergauf, bis sowohl bei Otto- als auch bei Dieselmotoren rund 30.000 Kilometer erreicht wurden. Danach haben sich viele Autofahrer gedanklich von diesem Thema verabschiedet und verlassen sich jetzt ausschließlich auf den Service in der Werkstatt“, ist Clasen überzeugt.

Fortschritt in der Motorentechnik stellt neue Ölanforderungen

Doch der Zenit bei den Wechselintervallen ist inzwischen überschritten, erklärt Castrol. Die Weiterentwicklung der Motoren beispielsweise mit der Reduzierung des Hubraums bei gleicher Leistung (Downsizing) führt zu höheren Temperaturen im Motor und zu einer stärkeren mechanischen Belastung. Das stellt auch die Schmierstoffe vor immer höhere Anforderungen. Trotz neuer Technologien bei den Motorenölen wird es keine weiteren Verlängerungen der Wechselintervalle geben: Ein Hochleistungsschmierstoff von Castrol könnte mit einem Motor aus dem Jahr 1975 problemlos 100.000 Kilometer und mehr absolvieren. Bei modernen Aggregaten sei die Grenze der thermischen und mechanischen Belastbarkeit des Motorenöles aufgrund wesentlich höherer spezifischer Belastung nicht selten bereits deutlich unter 30.000 Kilometern erreicht, so die englisch-deutschen Ölmacher.

Deshalb sollten Autofahrer mindestens einmal pro Monat zum Ölpeilstab greifen und den Ölstand kontrollieren. Genauso wichtig ist die Auswahl des Schmierstoffs, denn selbst in markengebundenen Werkstätten werde nicht immer das optimale Motorenöl angeboten. Die Auswirkungen für die Dauerhaltbarkeit des Aggregats sind laut Castrol gravierend: Die durchschnittliche Laufleistung für einen Motor der aktuellen Generation liegt bei rund 350.000 Kilometern. Mit dem Einsatz ungeeigneter Schmierstoffe sinkt sie um mehr als 40 Prozent auf rund 200.000 Kilometer. Der Castrol-Schmierindex weist den Weg zum passenden Produkt.

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