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Chicago Pneumatics: Neuer Akkuschlagschrauber mit zwei Abschaltstufen

| Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

In der Umbereifungssaison müssen Monteure Radwechsel im Viertelstundentakt durchführen – viele verzichten dann auf das vorsichtige, langsame Eindrehen der Radschrauben per Hand. Ein Eindrehmodus am Schlagschrauber spart Zeit und Ärger.

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Der neue Akku-Schlagschrauber CP8849 ist der erste mit zwei einstellbaren Abschaltstufen auf dem Markt und mit 6-Ah-Akkus erhältlich.
Der neue Akku-Schlagschrauber CP8849 ist der erste mit zwei einstellbaren Abschaltstufen auf dem Markt und mit 6-Ah-Akkus erhältlich.
(Bild: © Chicago Pneumatic)

Chicago Pneumatic bringt den nach eigenen Angaben ersten ½-Zoll-Akkuschlagschrauber mit zwei wählbaren Abschaltstufen auf den Markt. Das Werkzeug erreicht Drehmomente von bis zu 1.150 Nm und vereint laut Hersteller die Leistungsstärke eines Druckluftwerkzeugs mit den Vorteilen und eines kabellosen Antriebs.

Der Akku-Schlagschrauber bietet vier Einstellungen für den Rechtslauf sowie eine Einstellung – mit vollem Lösemoment – für den Linkslauf. Im Rechtslauf erleichtert ein langsamer Drehmodus das Einfädeln der Schrauben. Hierbei zieht der Schlagschrauber ohne Schlagfunktion auf etwa 4 bis 5 Nm an und schaltet dann ab. Im „schnellen Modus“ stoppt das Werkzeug bei etwa 70 Nm. Die werksseitige Begrenzung in der zweiten Stufe liegt mit 70 Nm unterhalb der Drehmomentwerte, die für Schrauben oder Bolzen beim Radwechsel üblicherweise erforderlich sind. Ein Überziehen der Radschrauben ist so nicht mehr möglich. Der Endanzug auf das vom jeweiligen Fahrzeug- oder Felgenhersteller vorgegebene Drehmoment erfolgt dann wie gewohnt und vorgeschrieben mit einem Drehmomentschlüssel.

Neben den beiden Abschaltstufen hat der Schlagschrauber zwei Wahltasten für 50 Prozent und 100 Prozent des Maximalmoments, das bei etwas über 1.150 Nm liegt.

Bei der Entwicklung hat der Hersteller Erkenntnisse zur üblichen Arbeitsweise in Werkstätten berücksichtigt. Die Monteure setzen die Schrauben fast immer mithilfe des Schlagschraubers an, weil das schneller von der Hand geht. Doch dabei können sie unbeabsichtigt Schraube und Gewinde zerstören, wenn sie die Schraube schief anpacken. Weil die Leistung des Werkzeugs nicht regelbar ist, merkt der Monteur das meist erst, wenn der Schaden bereits entstanden ist.

Mit dem langsamen Modus des Gerätes soll es nun möglich sein, das Werkzeug auch zum Einfädeln zu benutzen – mit wenig Druck und hoher Präzision. Beide Abschaltstufen kann der Benutzer über ein Touch-Pad auswählen. Am Display auf der Rückseite des Werkzeugs kann er zudem den ausgewählten Modus sowie die Arbeitsrichtung des Schlagschraubers ablesen.

Eine Ladestandsanzeige signalisiert, wenn die Kapazität der Lithium-Ionen-Akkus zu Ende geht. Dies ist bei den optional erhältlichen 6-Ah-Akkus (Ah = Amperestunden) naturgemäß nicht so schnell der Fall wie bei den im Feld heute gängigen 4- oder 5-Ah-Stromspeichern. Das Produkt wiegt mit Akku 3,5 Kilogramm. Es wird zusammen mit je zwei 20-Volt-Lithium-Ionen-Akkus – mit einer Kapazität von wahlweise 4 oder 6 Ah – und einem Ladegerät geliefert. Das 4,0-Ah-Set kostet 469 Euro, für die 6,0-Ah-Variante verlangt der Hersteller 549 Euro.

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