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Chinesen machen das Saarland zum Batteriestandort

Autor: Christoph Seyerlein

Deutschland scheint ein attraktiver Standort für Batteriefabriken zu werden. Wie am Dienstag bekannt wurde, investiert Svolt Energy zwei Milliarden Euro im Saarland. Vor Konkurrenten wie Tesla wollen sich die Chinesen nicht verstecken.

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In Überherrn im Saarland soll eine Batteriefabrik entstehen.
In Überherrn im Saarland soll eine Batteriefabrik entstehen.
(Bild: Svolt)

Svolt Energy Technology, ein chinesischer Hersteller von Akkus für Elektroautos, will im Saarland zwei Milliarden Euro in den Bau einer Batterieproduktion investieren. An zwei Standorten in Überherrn und Heusweiler sollen 2.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Das gaben Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und seine Stellvertreterin und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) am Dienstag in Saarbrücken bekannt.

Die Endkapazität der beiden Standorten soll bei einer Produktionsleistung von etwa 24 Gigawattstunden liegen. Damit könnten die Fabriken je nach Größe der georderten Akkus bis zu 500.000 E-Autos im Jahr mit Lithium-Ionen-Batterien ausstatten.

Mit dem Bau der Batteriefabrik in Überherrn will Svolt im dritten Quartal 2021 beginnen. Ende 2023 soll dann der Startschuss erfolgen. Schon Mitte 2022 soll eine Pack- und Modulfertigung in Heusweiler den Betrieb aufnehmen.

„Mindestens genauso gut“ wie Tesla

Ministerpräsident Tobias Hans erklärte am Dienstag: „Wir wollen beim Strukturwandel der Automobilbranche ganz vorne mitfahren und unser Bundesland zu einem Hotspot für Innovation in Europa weiterentwickeln, gerade in und für die Automobilbranche.“

Maxim Hantsch-Kramskoj, der bei Svolt Europe den Vertrieb und das Marketing verantwortet, kündigte an, die Zellfabrik werde zu den modernsten Europas zählen. „Wir sind vielleicht nicht Tesla, doch die Technologie der Batterie verstehen wir mindestens genauso gut“, sagte er im Rahmen der Pressekonferenz, bei der das Projekt vorgestellt wurde.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«