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Chinesischer Automarkt geht in die Knie

| Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Der für die deutschen Hersteller VW, Audi, BMW und Mercedes wichtige chinesische Markt ist schwach ins neue Jahr gestartet. In den ersten beiden Monaten fielen die Zulassungszahlen um zehn Prozent. Doch noch liegen nicht alle Zahlen vor.

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Der chinesische Automarkt ist im Februar eingebrochen. Der Branchenverband PCA errechnete einen Absatzrückgang um 18,5 Prozent auf 1,19 Millionen Fahrzeuge, wie er am Freitag in Peking mitteilte. Damit ergibt sich in den ersten beiden Monaten des Jahres ein Absatzrückgang um rund zehn Prozent auf 3,37 Millionen Einheiten.

Wegen des langen chinesischen Neujahrsfestes, das immer zu unterschiedlichen Zeiten zwischen Januar und Februar gefeiert wird, lassen sich die Zahlen besser vergleichen, wenn beide Monate betrachtet werden. Der Verband PCA (China Passenger Car Association) zählt den Absatz von Pkw, SUVs, Minivans und kleineren Mehrzweckfahrzeuge an Kunden.

Neben den PCA-Zahlen gibt es jeden Monat Daten des Herstellerverbands CAAM (Chinese Association of Automobile Manufacturers), der den Absatz der Hersteller an die Händler misst. Dieser war allein im Januar schon um knapp 18 Prozent auf etwas mehr als zwei Millionen Stück eingebrochen – die Februar-Daten liegen vom CAAM noch nicht vor. Sie könnten ausgehend vom Januar-Ergebnis noch schwächer ausfallen.

Im vergangenen Jahr waren die Autoverkäufe im Land im Jahresvergleich zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren zurückgegangen. Der Zollstreit zwischen China und den Vereinigten Staaten verunsichert die chinesischen Autokäufer, zudem lasten eine hohe Verschuldung, der schwächelnde Immobilienmarkt und eine generell weniger dynamische Konjunktur auf dem Verbrauchervertrauen.

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