Christian Klingler verlässt die Emil-Frey-Gruppe

Manager leitete das Auslandsgeschäft

| Autor: Christoph Seyerlein

Christian Klingler leitete seit Anfang 2016 die Auslandsgeschäfte der Emil-Frey-Gruppe.
Christian Klingler leitete seit Anfang 2016 die Auslandsgeschäfte der Emil-Frey-Gruppe. (Foto: VW)

Bei der Emil-Frey-Gruppe gibt es eine Veränderung im Top-Management. Wie »kfz-betrieb« aus Unternehmenskreisen erfuhr, hat Christian Klingler die Autohandelsgruppe verlassen, offenbar auf eigenen Wunsch. Auch die Emil-Frey-Gruppe selbst bestätigte die Personalie mittlerweile, wollte sich zu weiteren Details aber nicht äußern. Wer Klinglers Nachfolge beim Unternehmen in der Schweiz übernehmen wird, ist unklar.

Klingler leitete bei Emil Frey seit Anfang 2016 das Auslandsgeschäft und trug damit auch die Verantwortung für die Geschäfte in Deutschland. Bekanntester Emil-Frey-Betrieb hierzulande ist die Schwabengarage.

Die Gründe für Klinglers Rückzug sind noch unbekannt, sein nächstes Ziel ebenfalls. Nach Informationen von »kfz-betrieb« steht der 49-Jährige vor einem Wechsel zu einem großen Automobilhersteller. Schon vor seiner Zeit bei Emil Frey hatte der gebürtige Österreicher in der Autobranche gearbeitet, zwischen 2010 und September 2015 war er als Vorstand für Vertrieb und Marketing bei Volkswagen tätig. Im Zuge der Abgas-Affäre hatte Klingler den Wolfsburger Hersteller verlassen.

Zuvor hatte der studierte Betriebswirt (Universität Innsbruck) bereits viel Erfahrung im Automotive-Umfeld gesammelt: Seine Karriere startete Klingler bei Porsche Inter Auto in Österreich 1992. Für die Marken VW und Audi verantwortete er danach das Geschäft der Importeurs- und Einzelhandels-Netzwerke. Ab 1995 war er bei der Porsche Holding in Salzburg als Assistent der Geschäftsführung aktiv, 2004 rückte er selbst in die Geschäftsführung auf. Im August 2008 wechselte er zu Volkswagen.

Klingler fädelte Großübernahme ein

Bei der Emil-Frey-Gruppe galt Christian Klingler zuletzt als die Nummer Zwei der Rangordnung hinter Walter Frey. Seinen bedeutendsten Coup fädelte der Manager im Frühjahr 2017 ein, als die Schweizer der Porsche Holding Salzburg 275 Handelsstandorte abkaufte. Damit stieg die Gruppe zum größten unabhängigen Autohändler Europas auf.

In Deutschland erzielte die Emil-Frey-Gruppe im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von rund 2,4 Milliarden Euro – circa 20 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Mit mehr als 3.160 Mitarbeitern verkaufte sie über 109.000 Neu- und Gebrauchtwagen. Aktuellere Zahlen nennt die Gruppe nicht. Insgesamt ist die Gruppe hierzulande nach eigenen Angaben mit 89 Standorten aktiv. Zum Portfolio des Handelsriesen zählen in Deutschland die Fabrikate Abarth, Aston Martin, Bentley, BMW, Fiat, Fiat Professional, Ford, Fuso, Hyundai, Jaguar, Land Rover, Lexus, Maserati, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Opel, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Toyota, VW, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Volvo.

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