Citroën: Darwin im System

Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Nach Jahren des Absatzrückgangs hofften die Citroën-Händler, wieder etwas durchatmen zu können. Doch damit wird es nichts. Ehrgeizige Ziele und Dieselstrafen setzen den Partnern zu. Citroën spricht von einer darwinistischen Komponente im System.

Citroën-Führungsteam: (v. li.) Grégory Fiorio (Marketingdirektor), Wolfgang Schlimme (Geschäftsführer) und Peter Wilkenhöner (Vertriebsdirektor).
Citroën-Führungsteam: (v. li.) Grégory Fiorio (Marketingdirektor), Wolfgang Schlimme (Geschäftsführer) und Peter Wilkenhöner (Vertriebsdirektor).
(Bild: Citroën)

Redaktion: Herr Schlimme, Citroën hat in den vergangenen Jahren einen ehrgeizigen Wachstumspfad eingeschlagen. 60.000 Verkäufe für 2016, 70.000 für 2017 und entsprechend 80.000 für 2018. Warum konnte Citroën die Pläne nicht umsetzen?

Wolfgang Schlimme: Zunächst einmal ist festzuhalten, dass wir hier von Zahlen sprechen, die die Marken Citroën und DS betreffen – seit 2017 werden die Zulassungszahlen unserer beiden Marken separat betrachtet. Durch die plakative Zielsetzung haben wir bei Citroën eine ungemeine Aufbruchstimmung erzeugt. Wir konnten in den vergangenen Jahren deutlich zulegen und haben jedes Jahr Marktanteile gewonnen. Ich würde es eher als Commitment bezeichnen.

Wie lauten dann die Ziele für 2019?

Schlimme: Wir wachsen auch im laufenden Jahr und gewinnen wieder Marktanteile. Konkrete Prognosen gebe ich nicht.