Citroën: „Der Händler muss wissen, ob er dabei sein will“

Autor: Christoph Baeuchle

Der PSA-Konzern will unter allen Umständen CO2-Strafen vermeiden. Dafür hat er sich einiges einfallen lassen – die Händler sind zum Teil wenig erfreut. Citroën-Deutschland-Chef Wolfgang Schlimme gibt Auskunft.

(Bild: PSA)

Herr Schlimme, 2018 ging der Dieselanteil zurück, beim Verbraucher herrscht nach wie vor Skepsis. Welche weitere Entwicklung beim Diesel erwarten Sie?

Wolfgang Schlimme: Wir beobachten für 2019 einen steigenden Dieselanteil. Konkret konnten wir in den ersten zwei Monaten im Pkw-Bereich bereits eine Steigerung des Dieselanteils um zwei Prozent feststellen.

Die Händler knebeln Sie mit einer Dieselquote. Erreichen die Partner das Diesel-Vorjahresniveau nicht, müssen Sie Strafe zahlen. Warum ist dies bei einem steigenden Dieselanteil notwendig?

Weil wir unseren Dieselanteil weiterhin steigern wollen. Die entsprechenden Fahrzeuge haben wir: Unsere Dieseltechnologie ist erwiesenermaßen hervorragend und über jeden Zweifel erhaben. Bei uns gab es und gibt es keine Skandale, wir haben uns jederzeit durch hervorragende Technologien und absolute Transparenz gegenüber dem Verbraucher hervorgetan. Und diese tollen Fahrzeuge wollen wir nun gemeinsam mit unserem Handel auf die Straße bringen. Denn gemeinsam mit unseren Partnern haben wir hier die große Chance, nicht nur unsere kommerziellen Ziele, sondern auch unsere CO2-Ziele zu erreichen.

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 Christoph Baeuchle

Christoph Baeuchle

Chefreporter Automobilwirtschaft & Politik/Verbände