Citroën-Partner investiert eine Million

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Das Autohaus Süd vertreibt künftig Citroën-Fahrzeuge in Wasserburg und Umgebung. Bislang sind die Franzosen in Südbayern unterrepräsentiert. Der neue Partner setzt auf E-Autos und Nutzfahrzeuge.

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Neueröffnung in Wasserburg: Citroën Autohaus Süd.
Neueröffnung in Wasserburg: Citroën Autohaus Süd.
(Foto: Weinberger)

Citroën hat einen neuen Partner in Südbayern: Das Autohaus Süd in Wasserburg hat Anfang des Monats offiziell seine Pforten geöffnet und verkauft künftig die Modelle des französischen Herstellers. Zugleich hat das Unternehmen die Gebietsverantwortung für elf Landkreise übernommen. „Wir wollen in den nächsten Monaten pro Landkreis ein bis zwei Partner gewinnen“, erläutert der geschäftsführende Gesellschafter Erich Weinberger gegenüber »kfz-betrieb ONLINE«.

In den neuen Citroën-Standort in Wasserburg hat Weinberger rund eine Million Euro investiert. Dafür hat er die Räume eines ehemaligen Möbelhauses übernommen und komplett umgebaut. Künftig will der Bayer die gesamte Citroën-Palette anbieten: vom Kleinwagen bis zum Transporter.

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„Wir haben uns vor allem aufgrund des Nutzfahrzeug-Angebots für Citroën entschieden“, sagt Weinberger. Damit will der Händler sein bestehendes Angebot ergänzen. Vor mehr als 30 Jahren hatte Erich Weinberger sen. einen Vertrag mit Toyota unterzeichnet, 2001 kam Lexus hinzu. Bereits in den 1970er Jahren sammelte der Betrieb zudem Erfahrungen bei der Marke Simca.

Toyota ist im Nutzfahrzeug-Bereich noch verhältnismäßig schwach aufgestellt. Lediglich der Dyna ist im Angebot. Ihn verkauft Weinberger deutschlandweit, auch an die Bundeswehr und die Deutsche Bahn. Damit hat der Unternehmer eine Lücke besetzt. „Wir sind verhältnismäßig stark in Nischen, wo sich andere Händler nicht reintrauen“, ergänzt Weinberger. Dies sei nicht nur beim Dyna der Fall, sondern zum Beispiel auch im Allrad-Bereich von Toyota.

Von dieser Erfahrung soll nun auch die Partnerschaft mit Citroën profitieren. Hier sieht Weinberger – entgegen dem bundesweiten Trend – große Chancen bei den Elektroautos. Bereits vor der offiziellen Eröffnung hat Weinberger rund 100 E-Autos verkauft – C-Zero und E-Berlingo.

„Etwa die Hälfte der Fahrzeuge haben wir an Privatpersonen verkauft“, sagt der Nischen-Spezialist. Das Interesse in der Region sei groß, sowohl bei Privatpersonen als auch bei den Gewerbetreibenden. Damit gehört er zu den größten Elektroauto-Händlern in Deutschland.

Entsprechend zuversichtlich ist Weinberger für die weitere Entwicklung mit der Marke Citroën. Derzeit haben die Franzosen in der südbayerischen Region einen Marktanteil von rund einem Prozent. „In spätestens drei Jahren wollen wir den bundesweiten Durchschnitt erreicht haben“, gibt der Geschäftsführer die Ziele vor. Derzeit kommen etwa 2,1 Prozent aller Neuwagen von Citroën.

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