Citroën rechnet 2013 mit Wende

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Andreas Wehner

Trotz Skepsis gegenüber dem europäischen Markt rechnet Citroën 2013 mit einem weltweiten Absatzplus: Das Wachstum außerhalb Europas solle die Entwicklung in der Heimatregion mehr als kompensieren, sagte Citroën-Chef Frédéric Banzet.

Firmen zum Thema

Frédéric Banzet
Frédéric Banzet
(Foto: Michel)

Nach einem schwachen Jahr schöpft der Autobauer Citroën wieder Hoffnung und will im laufenden Jahr zulegen. „Wir wollen mehr Fahrzeuge verkaufen als im vergangenen Jahr“, sagte Citroën-Chef Frédéric Banzet am Rande einer Händlerveranstaltung gegenüber »kfz-betrieb ONLINE«. Er rechne damit, dass das Absatzwachstum außerhalb Europas die Entwicklung in der Heimatregion mehr als kompensiere.

Für Europa, wo der Autobauer rund zwei Drittel seiner Fahrzeuge verkauft, ist Citroën weiter skeptisch: Hier erwartet das Unternehmen im laufenden Jahr einen Rückgang des Gesamtmarktes um 3 bis 5 Prozent. Citroën arbeitet an der Internationalisierung: Bis Ende 2015 wollen die Franzosen jedes zweite Fahrzeug außerhalb Europas verkaufen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 10 Bildern

Die Krise auf dem europäischen Markt hat den auf die Heimatregion fokussierten Hersteller im vergangenen Jahr schwer getroffen. Der Absank sank um rund 12 Prozent auf 1,27 Millionen erstmals zugelassene Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Knapp zwei Drittel der Fahrzeuge verkauften die Franzosen in Europa.

Neben der Internationalisierung will Citroën auch die Höherpositionierung der Marke vorantreiben und neue Technologien einführen. Hoffnung setzen sie dabei auf den jüngst vorgestellten hydraulischen Hybridantrieb. 2016 schaffe er den Durchbruch, sagte Banzet. Ein wesentlicher Grund für die Einschätzung sind die relativ geringen Kosten. Sie liegen demnach bei rund 50 Prozent eines Hybridantriebs mit Batterie.

Gemeinsam mit dem Stuttgarter Zulieferer Bosch will PSA Peugeot Citroën einen hydraulischen Hybridantrieb für Pkw entwickeln. Dabei soll die Bremsenergie in hydraulische Energie gewandelt und im Druckbehälter gespeichert werden. Die Unternehmen erhoffen sich Einsparpotenziale von 30 Prozent im neuen europäischen Fahrzyklus und bis zu 45 Prozent in einem rein städtischen Fahrzyklus. Der kostengünstige Hybridantrieb soll in einem ersten Schritt in Kleinwagen zum Einsatz kommen.

Die Franzosen haben bereits seit 2008 eine Entwicklungskooperation mit Bosch. Daraus entstand der erste Diesel-Hybrid-Antrieb, der 2011 im Peugeot 3008 Hybrid-4 vorgestellt wurde.

(ID:37756720)