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Citroën schafft die Wende

Autor: Christoph Baeuchle

Während Peugeot weiter im Minus ist, konnte Citroën den Absatz steigern. Citroën-Chef Frédéric Banzet ist überzeugt, dass dieser Trend anhält, und erläutert »kfz-betrieb« die Ziele für 2014.

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Frédéric Banzet
Frédéric Banzet
(Foto: Citroën)

PSA Peugeot Citroën hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Der Absatz der beiden Marken sei 2013 insgesamt um rund fünf Prozent auf 2,82 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zurückgegangen, teilte der französische Autobauer mit.

Während Peugeot einen kräftigen Rückgang verbuchte, hat die Schwesternmarke Citroën die Wende geschafft: Die Marke mit dem Doppelwinkel hat weltweit 1,27 Millionen Einheiten verkauft, rund 1.000 Stück mehr als im Jahr zuvor.

Vor allem in der zweiten Hälfte haben die Franzosen deutlich mehr verkauft. „Wir konnten den Niedergang stoppen und im zweiten Halbjahr um zwei Prozent zulegen“, sagte Citroën-Chef Frédéric Banzet im Rahmen einer Telefonkonferenz. Im vierten Quartal sei der Absatz sogar um fünf Prozent gewachsen.

Hier will Citroën auch im laufenden Jahr anknüpfen. Chancen für eine positive Entwicklung sieht Banzet auch für Europa: „Wir rechnen mit einem kleinen Wachstum von ein bis zwei Prozent.“ Das Gleiche gelte für Russland. Aus Sicht des Managers wird China auch 2014 der Wachstumstreiber bleiben: „Hier gehen wir von einem Zuwachs von rund zehn Prozent aus.“

Bereits im laufenden Jahr spielte China in der Citroën-Strategie eine entscheidende Rolle. Mit einem Plus von knapp 60.000 auf 285.000 Einheiten verkaufte die Marke mit dem Doppelwinkel bereits mehr als jedes fünfte Fahrzeug im Reich der Mitte.

Zudem sorgte das Billigauto C-Elysée für einen kräftigen Schub: Seit Einführung des Modells im Dezember 2012 hat Citroën bereits 60.000 Einheiten verkauft. Mit 45 Prozent sei beinahe jedes zweite Auto, das Citroën in Algerien verkaufe, ein C-Elysée. „Wir haben mit ihm einen Marktanteil von rund einem Prozent“, sagt Banzet.

Vor allem diese beiden Aspekte haben dazu beigetragen, dass die Internationalisierung der französischen Marke weiter vorangeschritten ist. Im vergangenen Jahr hat Citroën 41 Prozent der Fahrzeuge außerhalb Europas verkauft. Damit hat sich der außereuropäische Anteil in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt. „2008 betrug der Anteil etwa 20 Prozent“, ergänzt Banzet. 2015 will PSA jedes zweite Fahrzeug jenseits des Heimatmarktes verkaufen.

Dagegen konnte die Schwesternmarke Peugeot noch keine schwarzen Zahlen vorweisen: Die Verkäufe der Löwenmarke gingen um knapp neun Prozent auf 1,55 Millionen Einheiten zurück. Vor allem bei den CKD-Bausätzen musste Peugeot Abstriche machen: Sie sanken von 145.000 Bausätzen im Jahr 2012 auf quasi null.

Auch Europa machte der Löwenmarke stark zu schaffen: In der Heimatregion gingen die Verkäufe um mehr als sieben Prozent auf 879.000 Einheiten zurück. Noch gravierender fiel das Minus in Russland aus: Hier sank die Nachfrage von 45.000 Stück 2012 auf 33.000 Einheiten im vergangenen Jahr.

Die Rückgänge wurden durch die positive Entwicklung in China gedämpft: Hier stieg der Peugeot-Absatz um 56.000 auf 272.000 Einheiten.

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