City-Store: Neuordnung notwendig

Redakteur: Christoph Baeuchle

Der erste Hype um die City-Stores ist vorbei. Die Erfahrung zeigt: Für den Vertrieb eignen sie sich nicht, für das Marketing möglicherweise. Letzteres ist Aufgabe der Hersteller und Importeure. Für Händler hat dies weitreichende Konsequenzen.

Ein Stück Vergangenheit: Die PSA-Premiummarke DS Automobiles war 18 Monate im Londoner Einkaufszentrum Westfield präsent.
Ein Stück Vergangenheit: Die PSA-Premiummarke DS Automobiles war 18 Monate im Londoner Einkaufszentrum Westfield präsent.
(Bild: DS Automobiles)

Nach dem Rausch kommt die Ernüchterung. Noch im vergangenen Jahr galten City-Stores als eines der künftigen Vertriebskonzepte. Mittlerweile halten sich Schließungen und Neueröffnungen die Waage. Mindestens. Doch von den Schließungen bekommt man meist wenig mit: Eingezogen wird mit viel Glanz und Gloria, ausgezogen wird eher wieder leise. City-Stores sind in der Realität angekommen. Und mit ihnen so manches Fabrikat und so mancher Händler.

Vorreiter war das Start-up Rockar, das in Zusammenarbeit mit Hyundai für viel Aufmerksamkeit sorgte. Vor allem auf der britischen Insel. Von dort kam auch die Welle nach Deutschland. Angetan vom Erfolg – oder vom Hype – verfolgte Hyundai den Ansatz auch in Deutschland. Geplant war, gemeinsam mit einem Händler in Neu-Ulm, ein Store in einem ortsansässigen Einkaufszentrum. Doch zur Eröffnung kam es erst gar nicht.