Deuvet: Oldtimerdachverband stellt sich neu auf

Eine geänderte Bezeichnung dokumentiert die Neuausrichtung

| Autor: Steffen Dominsky

Das neue Präsidium des Deuvet mit Martin Zabel, Peter Schneider und Jan Hennen (v. li.).
Das neue Präsidium des Deuvet mit Martin Zabel, Peter Schneider und Jan Hennen (v. li.). (Bild: Dominsky)

Seit 1976 ist der Bundesverband Deuvet e.V. der wichtige Interessenvertreter für die Anliegen der Liebhaber historischer Fahrzeuge in Deutschland. Der Oldtimerdachverband hat durch seine dauerhafte Lobbyarbeit weitreichende Entscheidungen in der Gesetzgebung erreicht, zum Beispiel die Einführung der H-Nummer für über 30 Jahre alte Fahrzeuge oder die Befreiung historischer Nutzfahrzeuge vom Sonntagsfahrverbot. Dabei ist der Deuvet nicht nur die älteste übergreifende Klassik-Institution hierzulande, sondern er unterscheidet sich auch von anderen Oldtimer-Organisationen. So wurden bei ihm von Anfang an sämtliche Funktionen, Personen und Ausrichtungen durch die Vertreter der Mitgliedsclubs demokratisch mitbestimmt.

Deuvet – „Bundesverband Oldtimer-Youngtimer e.V.“: Mit diesem Oberbegriff möchte der Verband neue Interessenten für die historische Szene gewinnen. Bereits vor dem Erreichen der 30-Jahre-Grenze kümmern sich viele Mitgliedsclubs um den Nachwuchs im Bereich historische Fahrzeuge. Dieses Engagement möchten die Verantwortlichen künftig intensiv unterstützen. Um die wirtschaftliche Basis des Verbandes zu verbreitern, wurde die Satzung dahingehend geändert, dass künftig auch Unternehmen und Institutionen der Oldtimerbranche ordentliche Mitglieder im Deuvet e.V. werden können. So sollen die in der Szene wirtschaftlich tätigen Firmen, die ja ebenfalls von einer Verbandsarbeit profitieren, ermutigt werden, sich aktiv inhaltlich und unterstützend einzubringen.

Die durchaus umfangreichen Veränderungen wurden begleitet durch eine teilweise Neubesetzung des Präsidiums. Diese, so betont der Deuvet, hätte aber nichts mit der Neuausrichtung zu tun. Der seit 2013 amtierende Präsident Peter Schneider wird weiterhin seine erfolgreiche Arbeit vor allem in den wichtigen politischen Gremien in Bund, Ländern sowie der EU fortführen. Zum neuen Vizepräsidenten wählten die Vertreter der einzelnen Clubs Martin Zabel von den Renault-16-Freunden-Grevenbroich und Jan Hennen vom AC Maikammer. Martin Zabel als Gründungsmitglied und Vorsitzender seines Clubs bringt viel Erfahrung bezüglich der Bedürfnisse der großen und kleinen Organisationen in der historischen Szene mit. Jan Hennen als früherer langjähriger Pressesprecher der Michelin Reifenwerke und selbstständiger Journalist wird sich vor allem um die Kommunikation des Deuvet kümmern.

Die aus dem Präsidium ausgeschiedenen langjährigen „Ikonen“, Oldtimer-Rechtsanwalt Götz Knoop sowie der Journalist und Buchautor Eckhart Bartels, werden den Bundesverband weiterhin unterstützen. Götz Knoop wird auch künftig als Beirat „Recht“ alle Deuvet-Mitglieder beraten und unterstützen. Eckhart Bartels wird die Verbandsarbeit in einzelnen Projekten begleiten und nach außen verantworten.

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