Antriebstechnik Comeback des Verbrenners

Autor / Redakteur: Gernot Goppelt / Jan Rosenow

China treibt die Elektrifizierung voran – stimmt, aber nicht nur bei Elektroautos. Auch Hybridantriebe spielen in den Planungen eine große Rolle und als Teil davon die Entwicklung hocheffizienter Verbrennungsmotoren.

Moderne Ottomotoren wie der 1,5-Liter-Vierzylinder von Honda (Foto) oder Toyota kommen bereits auf einen Wirkungsgrad von über 40 Prozent.
Moderne Ottomotoren wie der 1,5-Liter-Vierzylinder von Honda (Foto) oder Toyota kommen bereits auf einen Wirkungsgrad von über 40 Prozent.
(Bild: Honda)

Ende November 2020 verkündete Daimler, mit seinem chinesischen Anteilseigner Geely gemeinsam Hybridantriebe zu entwickeln – und Verbrennungsmotoren. Die Marschrichtung sei zwar „Electric first“. Doch „hocheffiziente Verbrennungsmotoren“ seien Teil des Übergangs zu einer CO2-neutralen Flotte. Die Folge: Da sich Daimler hierzulande auf die elektrischen Antriebe konzentrieren will, wird der Hersteller in Zukunft einen erheblichen Teil seiner Verbrennungsmotoren aus chinesischer Fertigung beziehen.

Aber warum sind ausgerechnet einem chinesischen Hersteller Verbrennungsmotoren so wichtig? Auf dem Wiener Motorensymposium vom 29. bis 30. April 2021 stellte Geely seine generelle Herangehensweise bei der Entwicklung zukünftiger Antriebe vor – vertreten durch Ingo Scholten, der als Vice President eine führende Rolle bei der Antriebsentwicklung einnimmt. Geely besitzt übrigens neben seiner Beteiligung an Daimler unter anderem Marken wie Volvo, Polestar, Lynk & Co., Smart und Lotus.