Volkswagen-Chef winkt bei E-Fuels ab



  • Herbert Diess hält wenig von synthetischen Kraftstoffen. Sie seien nicht effizient genug, auch in vielen Jahren noch, glaubt der Volkswagen-Chef, der sich früh auf den batterieelektrischen Antrieb festgelegt hat.

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  • Der VW Vorstand sollte Dr Diess ein wenig bremsen und ihm die Scheuklappen abnehmen. Seine Aussagen sind in der Sache nicht förderlich. Sollte, was ich hoffe, die Förderung von E-Fahrzeugen zurückgefahren oder ganz aufgegeben werden, dann wird man sehen, was übrig bleibt. Bestimmt nicht viel, denn wer kauft einen Elektrischen, doch nur der, der sowieso ein Zweitfahrzeug benötigt und so noch dafür subventioniert wird. Aus voller Überzeugung nur die wenigsten.
    Dazu kommt, dass es sicher eine Menge Personen gibt, die sich, auch mit Subventionen, kein neues Fahrzeug leisten können. Deshalb ihr 15 oder 20 Jahre altes Auto weiter über die Runden bringen, aber alternativen Kraftstoff tanken könnten und so nicht wenig für die Umwelt tun könnten.
    Ich finde das eine tun und das andere nicht lassen. Ein Teil der E-Auto-Subventionen in die Forschung für E-Fuels eingesetzt würde sicher helfen schnell mehr zu produzieren und preiswerter zu werden.



  • Bitte mal nachrechnen. 2030 wird die KWH wohl 50 Cent kosten. Bei min. 15KWH/100km (Kompaktwagen) kommt man also mit 10€ nicht 500km sondern, wenn's gut läuft gerade 150km. Aber auch nur, wenn mann zu Hause geladen wird, öffentlich kostet die KWH ja heute schon 50 Cent.



  • Viel interessanter als E-Fuels ist BIO-CNG aus Rest- und Abfallstoffen wie Stroh, Gülle, Mist usw. Damit ist man nicht nur zu rund 90 % klimaneutral unterwegs, sondern auch noch besonders günstig. Mit meinem Audi A5 g-tron tanke ich nahezu ausschließlich BIO-CNG an meiner Heimat-Tankstelle zu 0,999 €/kg. Bei einem gemessenen Verbrauch (auf mehr als 10.000 km) von 4,4 kg/100 km sind das lediglich 4,40 € für 100 km, womit die Kraftstoffkosten sogar deutlich günstiger sind als bei einem vergleichbaren Elektrofahrzeug. Ich habe erhebliche Zweifel, daß es mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur klappt und die Stromkosten für ein Elektrofahrzeug langfristig wirklich günstig sind. Gerade jetzt sollten wir nicht alles auf eine Karte setzen.



  • Ich verstehe den Diess nicht wieso er wieder besseren Wissens so einen Unfug behauptet. 10,- € Strom tanken für 500 KM ist nicht nur in 2030 nicht glaubwürdig, es stimmt von den Stromkosten bereits heute schon nicht mehr. Selbst bei einem Strompreis (Hausanschluss) von 30 Cent und einem angenommenen Verbrauch von 25 kWh (VW ID 4) landet man bei 37,50 € für die 500 KM. An den (teilweise nicht vorhandenen) Stromtankstellen zahlt man teilweise sogar 69 Cent pro kWh Tendenz stark steigend. Damit sind es dann sogar 86,25 € und das aktuell mit stark steigender Tendenz und mit Sicherheit in 2030 noch sehr viel teurer! Ich habe den Eindruck hier wird die E-Mobilität (nicht nur) von den Kosten her schön geredet. Das der Diess sowas macht ist nicht verwunderlich. Allerdings verwundert mich der unkritische und Beifall klatschende Journalismus bei dem Thema Elektromobilität!



  • Ich sehe das als Automobilverkäufer ähnlich, aber sehe die Strompreise noch krasser.
    Wenn ich die 500 km mit einem Tempo um 110-120 km/h fahre reden wir über etwa 22 kw - egal bei welchem Hersteller und egal welche "Spezialisten" hier mit perpetum mobile Energie fahren.
    Wenn ich dann 15% Ladeverlust dazu rechne und um die 40 Cent Ladestrom (da gibt es schon jetzt Kunden die das zu Hause bezahlen, sicher aber in 2030 und NIEMALS an einer Schnellladestation an der Autobahn) dann bin ich hier schon um die 50,- im besten Fall ! 10,- Euro ???
    Der Dies hat schon oft Quatsch erzählt ! Viel Quatsch !
    Sein Unternehmen hat noch im Dezember verkündet, für alle aktuell neu entwickelten und noch neu zu entwickelnden Diesel Fahrzeuge E-Fuels zuzulassen - kurz nach Habecks Verweigerung langfristig weiter E-Mobilität in welcher Form auch immer - zu fördern.
    Zudem aufgrund der DRASTISCH gestiegenen Preise seit Kriegsbeginn und der im kommenden Jahr deutlich (keine Ahnung was wirklich kommt - unserer Regierung anscheinend auch noch nicht) sinkenden Förderung die Nachfrage schon jetzt DRASTISCH gesunken ist !
    Man schaue sich doch mal Preise von Tesla, VW, Renault, Dacia usw zum 15.1.2022 und JETZT an !!!
    Wahnsinn ! Bei Dacia ist der Einstieg (6000,- Nachlass/Förderung angenommen) um etwa € 5.500,- gestiegen, beim Tesla Basismodell und Renault Zoe etwa um € 10.000,- !!!
    Und ich habe sehr sehr viele Kunden, die abends mehrere Runden für einen Parkplatz drehen oder in Münster Citylage für einen 300 Meter entfernten Parkhausstellplatz € 200,- zahlen um nicht "kreisen" zu müssen ! Ohne Lademöglichkeit, nicht überdacht.
    Es ist wie in der Politik: die "Lenker" werden für vollkommene Fehlplanungen nie in Haftung genommen - also mache ich was ich will. Hohe Abfindungen am Ende eingeschlossen.



  • @Helmut-Wüstenhöfer ja richtig. Aber forschen brauchen wir nicht mehr, ist alles fertig und muß nur noch in Großtechnik gebaut werden. Porsche hat noch Visionäre und baut das in Chile.



  • @info-15 ja super. Wir haben auch schon CNG Fahrzeuge als Werkstatt-Ersatzwagen. Ist toll, obwohl in Güstrow keine CNG Tankstelle ist. Aber unsere Kunden kommen auch aus Teterow, Rostock oder Schwerin, so kann man das gut kombinieren. Die Autos kosten nicht mehr als ein vergleichbarer Diesel und fahren, dank Bio-Methan, zu 90% Klimaneutral. Toll. Dazu noch für nur 4 -5 EURO auf 100km. Man könnte es auch noch auf die Spitze treiben und den Partikelfilter und den Kat ausbauen und wohl noch mal min. 1/2kg CNG oder 1L Benzin auf 100km sparen. Denn beim Verbrennung von CH4 entstehen keine Feinstäube und keine Stickoxide.



  • @Arnold-Günther Na, man kann nicht alles auf den Journalismus schieben (Grins). Hauptverantwortlich sind die Personen, die das Fachwissen haben sollten. Der Journalist hat eben Journalismus studiert und nicht Mathematik oder Maschinenbau. Dafür sollte der Fachmann aus Wirtschaft und Technik eben nicht reden als hätte es das erste Mal ein Rad gesehen. Aber Sie haben natürlich recht, in den letzten Jahren ist die Berichterstattung in allen Lebensbereichen von schlechter und weiterhin abnehmender Unabhängigkeit und Qualität.



  • @seat Liebe Leser, Sie können sicher sein, dass wir nach besten Wissen und Gewissen arbeiten - und das unserer Ansicht nach auch nicht unbedingt schlechter als früher. Aber leider nimmt die Personalausstattung nicht zu, um der wachsenden Komplexität und Kleinteiligkeit der Branche und auch den vielfältigen Ansprüchen der Kommunikationskanäle von Print bis Social Media Rechnung tragen zu können, sondern eher ab. Und die Preise für frei zugängliche Inhalte lassen sich leider auch nicht einfach mal erhöhen wie Stundenverrechnungssätze. Deswegen sehen Sie uns bitte nach, dass wir nicht jede Aussage hinterfragen können. Manchmal wären zudem Leser hilfreich, die uns mehr "stecken" würden.


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