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Conti-Chef will Brennstoffzellen-Antrieb stärker fördern

| Autor / Redakteur: dpa / Viktoria Hahn

Der Vorstandsvorsitzende des Autozulieferers Elmar Degenhart spricht sich für den breiteren Einschluss der Brennstoffzellen-Technik bei Pkw aus. Besonders bei Umweltgesichtspunkten und den Kosten sieht er großes Potenzial.

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„In schwereren Pkw und auf längeren Strecken wird die Brennstoffzelle dem Elektroantrieb künftig sogar überlegen sein“, schätzt Continental-Chef Degenhart.
„In schwereren Pkw und auf längeren Strecken wird die Brennstoffzelle dem Elektroantrieb künftig sogar überlegen sein“, schätzt Continental-Chef Degenhart.
(Bild: Continental)

Klimaschonende Brennstoffzellen-Antriebe müssen nach Ansicht von Continental-Chef Elmar Degenhart deutlich stärker auch für den Einsatz in kleineren und günstigeren Autos gefördert werden. „Dass man von politischer Seite Milliarden in den Komplex Wasserstoff investieren will, begrüßen wir“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Autozulieferers der Deutschen Presse-Agentur und der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX zur neuen Strategie der Bundesregierung.

Nötig sei aber ein breiterer Einschluss von Pkw. Im Verkehr sei diese Technik bisher eher eine „Nische für Nutzfahrzeuge“ gewesen. „Das ist ein sehr großer Fehler“, sagte Degenhart.

Brennstoffzelle könnte Elektroantrieb überlegen sein

„Wir glauben, dass sie in etwa acht, neun Jahren mit dem batterieelektrischen Pkw-Antrieb vergleichbar sein könnte – unter Umweltgesichtspunkten und bei den Kosten“, sagte der Chef des Dax-Konzerns aus Hannover. „In schwereren Pkw und auf längeren Strecken wird die Brennstoffzelle dem Elektroantrieb künftig sogar überlegen sein“, schätzt Degenhart.

Der Bund will Investitionen in Wasserstofftechnologien mit Milliarden bezuschussen und setzt sich für mehr Koordination in der EU ein, um den CO2-Ausstoß zu senken. Laut dem Konzept kann „auch in bestimmten Bereichen bei Pkw der Einsatz von Wasserstoff eine Alternative sein“.

In der Brennstoffzelle reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff, wobei Strom erzeugt wird. Als Produkt entsteht nur Wasser. Zur Gewinnung reinen Wasserstoffs ist zunächst selbst viel Energie nötig, etwa bei der umgekehrten Aufspaltung von Wasser (Elektrolyse). Daher ist es aus ökologischer Sicht zentral, dass dafür ein möglichst hoher Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen verwendet wird.

Im Aufbau einigen Verbrennern ähnlich

Bezogen auf den Gesamtaufbau sei der Brennstoffzellen-Antrieb einigen Verbrennern recht ähnlich, sagte Degenhart. Er könnte somit auch angesichts des schwierigen Wandels von Benzin- und Dieselmotoren zu alternativen Antrieben eine wichtige Rolle für zukunftsfeste Jobs in der Autobranche spielen: „Mit Blick auf die hierzulande vorhandenen, technologischen Kompetenzen und damit auf die Beschäftigung ist er sinnvoller als die batterieelektrische Variante.“

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