Suchen

Conti-Studie: Zweifel an automatisiertem Fahren wachsen

Autor: Yvonne Simon

Um deutsche Autofahrer für automatisiertes Fahren zu gewinnen, ist noch einiges an Überzeugungsarbeit nötig. Wie die Mobilitätsstudie 2018 des Zulieferers Continental zeigt, ist die Skepsis gegenüber der Technologie in den letzten fünf Jahren sogar noch gewachsen.

Firmen zum Thema

73 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass automatisiertes Fahren ihnen den Fahrspaß nehmen wird.
73 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass automatisiertes Fahren ihnen den Fahrspaß nehmen wird.
(Foto: Continental)

Deutsche sehen das Thema automatisiertes Fahren mit wachsender Skepsis. Zwar glauben der Mobilitätsstudie 2018 des Zulieferers Continental zufolge 40 Prozent der Befragten hierzulande, dass die Technologie in fünf bis zehn Jahren Teil des täglichen Lebens sein wird. Im Jahr 2013 hatte allerdings noch die Hälfte der Probanden diese Meinung vertreten.

Die Tendenz in Deutschland unterscheidet sich damit vom Stimmungsbild in den anderen für die Studie untersuchten Ländern China, Japan und den USA. In allen drei Ländern ist die Anzahl der Menschen, die dem automatisierten Fahren innerhalb der kommenden zehn Jahren eine alltägliche Rolle zuschreiben, gestiegen.

62 Prozent der befragten Deutschen gaben außerdem an, dass ihnen automatisiertes Fahren Angst mache, 2013 waren es 52 Prozent gewesen. Das könnte daran liegen, dass 57 Prozent der Probanden in der Bundesrepublik Zweifel äußerten, dass die Technologie richtig funktionieren wird (2013: 48 %).

Generell halten – genau wie 2013 – 53 Prozent der deutschen Studienteilnehmer automatisiertes Fahren für sinnvoll. Immerhin 55 Prozent denken, dass die Technologie schwere Unfälle vermeiden könnte und rund zwei Drittel würden ihr Auto in stressigen oder monotonen Situationen selbstständig fahren lassen. 73 Prozent fürchten allerdings, dass automatisiertes Fahren den Spaß am Fahren rauben wird.

Chinesen sorgen sich nicht um Datenschutz

Ein weiterer Schwerpunkt der Studie war die Fahrzeugvernetzung und die damit verbundene Weitergabe von Daten. Während die große Mehrheit der chinesischen Befragten bereitwillig alle abgefragten Arten von Daten teilen würde, fällt die Meinung der deutschen Fahrer differenzierter aus. Nur vier von zehn Befragten befürworten etwa die Nutzung von Daten zum Fahrverhalten für Angebote von Versicherungen. 72 Prozent sprechen sich dagegen für die Nutzung einer „Black Box“ zur Unfallklärung aus und 56 Prozent sind offen für Empfehlungen für Service und Wartung auf Basis vernetzter Fahrzeugdaten.

(ID:45669841)

Über den Autor

 Yvonne Simon

Yvonne Simon

Redakteurin Management & Handel