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Conti-Zahlen leiden unter globalem Nachfrage-Rückgang

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Nach einer Phase der Rekorde trudelt die Automobilindustrie global in den Abschwung. Das bekommen Zulieferer wie Continental hart zu spüren. Die Geschäfte laufen nicht mehr rund, die Umsatz- und Ergebnisprognosen sinken.

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(Bild: Continental)

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental bekommt die kriselnde Autoindustrie und die Folgen des Handelsstreits zu spüren. Sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnisziele hat das Unternehmen nun gesenkt, wie der Dax-Konzern am Montagabend in Hannover mitteilte. Weil die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in diesem Jahr wohl um 5 Prozent sinken dürfte, sei nur noch ein Umsatz von 44 bis 45 Milliarden Euro zu erreichen. Zuvor waren noch 45 bis 47 Milliarden Euro angepeilt worden – unter der Annahme, dass sich der Fahrzeugmarkt stabil entwickelt.

Bei der um Sondereffekte bereinigten Marge des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern rechnet das Conti-Management um Vorstandschef Elmar Degenhart nur noch mit einem Wert zwischen 7 und 7,5 Prozent. Conti war schon vorsichtig ins Jahr gegangen mit der ursprünglichen Zielsetzung von 8 bis 9 Prozent. „Für das zweite Halbjahr sind wir nun weniger optimistisch als zuvor“, sagte Finanzchef Wolfgang Schäfer.

Das zweite Quartal lief deutlich schwächer für die Hannoveraner. Von April bis Juni erzielte Conti einen Umsatz von 11,2 Milliarden Euro, nach 11,4 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Die Gründe sieht das Management in der fortlaufend sinkenden Automobilproduktion in Europa, Nordamerika und insbesondere in China.

Aussichten im Auto-Geschäft werden immer düsterer

Vor allem für die Autozuliefersparte, die direkt vom Produktionsvolumen der Autohersteller abhängt, werden die Aussichten immer düsterer. Unerwartete Veränderungen des Abrufverhaltens von Kunden führten zu Volumenrückgängen bei bestimmten Produkten der Sparte, hieß es. Im zweiten Halbjahr drohen zudem Rückstellungen für Gewährleistungsfälle. Die Ursachen für diese möglichen Gewährleistungskosten und damit deren konkrete Höhe sei zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht aufgeklärt.

Conti reiht sich mit den trüben Aussichten ein in eine ganze Welle von Gewinnwarnungen und Prognosesenkungen aus der Autoindustrie, aber auch aus anderen Branchen. Seit der chinesische Markt für Autobauer und Zulieferer nicht mehr rund läuft und auch der europäische Markt gegen Produktionsrückgänge kämpft, hat die einst so erfolgsverwöhnte Branche arg zu knabbern. Conti musste bereits im vergangenen Jahr zweimal den eigenen Geschäftsausblick kappen. Zuletzt fielen auch Premiumautobauer wie Daimler und BMW mit schlechten Nachrichten auf.

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