Continental testet vernetzte Kreuzung

System warnt Fahrer vor Gefahren

| Autor: Holger Schweitzer

Continental will mit der intelligenten Kreuzung vor allem schwächere Verkehrsteilnehmer besser schützen.
Continental will mit der intelligenten Kreuzung vor allem schwächere Verkehrsteilnehmer besser schützen. (Bild: Continental)

Mit Fahrzeug-zu-X-Kommunikation (V2X) und Sensortechnologie will Continental gefährliche und unübersichtliche Kreuzungen sicherer machen. Vor kurzem stellte das Unternehmen hierzu ein Konzept für vernetzte Kreuzungen auf der Versuchsstrecke des konzerneigenen Entwicklungszentrums in Brimley (Michigan, USA) vor. Im nächsten Schritt wird das System nun als Pilotanlage an einer Kreuzung in der Stadt Columbus (Ohio, USA) installiert und in der Praxis getestet.

Das Prinzip der vernetzten Kreuzung gestaltet sich so: Das System erkennt jeden Verkehrsteilnehmer im 360°-Umkreis einer Kreuzung und übermittelt Position und Bewegung relevanter Objekte an alle sich nähernden Fahrzeuge, die über V2X-Technologie verfügen. Dabei verwendet Continental Sensoren wie Kamera, Radar und Lidar, die an den Eckpunkten einer Kreuzung angebracht werden. Alle Fahrzeuge, die sich der Kreuzung nähern, erhalten die aufgezeichneten Daten per Dedicated-Short-Range-Communication (DSRC). Das DSRC-Steuergerät im Fahrzeug empfängt die Informationen, überprüft sie auf ihre Relevanz und löst die entsprechende Reaktion aus, sobald eine kritische Situation erkannt wird.

Dass eine solche Verkehrssteuerung an Kreuzungen durchaus helfen kann, Unfallzahlen zu reduzieren, belegen Untersuchungen des amerikanischen Verkehrsministeriums. Demnach ereignen sich in den USA 51 Prozent aller Unfälle mit Verletzten sowie 28 Prozent aller Unfälle mit Verkehrstoten an Kreuzungen. Die Hauptunfallursachen sind dabei menschliches Versagen wie mangelnde Aufmerksamkeit oder Fehleinschätzungen der Situation sowie sich verdeckt nähernde Fahrzeuge oder Fußgänger.

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