Klimatisierung Cool sein auf Knopfdruck

Autor Jan Rosenow

Die Komfortbedürfnisse der Wohnmobilbesitzer steigen. Viele lassen deshalb eine Standklimaanlage in ihr Freizeitfahrzeug einbauen – ein interessantes Zusatzgeschäft für Werkstätten.

Das Nachrüstpotenzial bei Klimaanlagen ist erheblich. Deshalb sollten Kfz-Betriebe ausdrücklich auch die Besitzer älterer Campingmobile und ausgebauter Transporter ansprechen.
Das Nachrüstpotenzial bei Klimaanlagen ist erheblich. Deshalb sollten Kfz-Betriebe ausdrücklich auch die Besitzer älterer Campingmobile und ausgebauter Transporter ansprechen.
(Bild: Lena Willgalis)

Campingurlaub galt noch bis vor Kurzem als Spezialität für Freiluftfans, denen Komfort und Bequemlichkeit relativ egal war. Doch das hat sich in den letzten Jahren geändert. Mittlerweile gilt das Wohnmobil als gleichberechtigte Alternative zum Hotel oder zur Ferienwohnung. Immer mehr Menschen kaufen sich ein rollendes Heim, ohne jemals zuvor gezeltet oder in einem rudimentär ausgebauten Transporter übernachtet zu haben. Und sie möchten den Komfort, den sie aus festen Ferienunterkünften kennen, ganz gern auch auf dem Campingplatz genießen – zum Beispiel eine angenehme Klimatisierung.

Schwitzen im aufgeheizten Mobil unter südlicher Sonne gehört ganz bestimmt nicht zu den größten Urlaubswünschen und kann die Reise sogar zum Albtraum machen, wenn man kleine Kinder oder Hunde dabei hat. Trotzdem besitzen nur 19 Prozent der Wohnmobilisten bereits eine Standklimaanlage, wie eine Umfrage der Zeitschrift „Promobil“ unter ihren Lesern im Jahr 2020 ergab. Das Nachrüstpotenzial ist also erheblich. Kfz-Betriebe sollten ausdrücklich auch die Besitzer älterer Campingmobile und ausgebauter Transporter ansprechen. Denn Nachrüst-Klimaanlagen sind nicht teuer (Kompressorgeräte kosten im Einzelhandel rund 1.500 bis 2.500 Euro). Hinzu kommen einige Stunden Einbauzeit. Angesichts der Summen, die viele Besitzer für Campingzubehör ausgeben, ist das nicht viel Geld – vor allem, wenn man den Komfortgewinn bedenkt.