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Corona-Krise: Mehr als jeder zweite Mercedes wird aktuell in China verkauft

| Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

China ist aktuell der einzige relevante Automarkt der Welt, der nicht mehr von der Corona-Krise gebeutelt zu sein scheint. Das zeigen auch die Absatzzahlen Daimlers im Mai: Der Konzern ist aktuell extrem abhängig von den Geschäften im Reich der Mitte.

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In China wächst Daimler inzwischen wieder.
In China wächst Daimler inzwischen wieder.
(Bild: Mercedes)

Die Corona-Krise trifft auch den Autohersteller Daimler weiter hart. Wie der Konzern bereits am Freitag auf der Webseite mitteilte, lag der Großhandelsabsatz im Mai mit 134.819 Pkw der Stammmarke Mercedes-Benz weltweit 28,6 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Dabei zählt Daimler nur den Absatz an die Händler. Im April hatte das Minus bei 44,5 Prozent gelegen. Daimler geht wie auch die anderen deutschen Autokonzerne Volkswagen und BMW für das zweite Quartal bei den Finanzkennzahlen von Verlusten aus.

Ähnlich wie bei anderen Herstellern geht es bei Daimler aktuell einzig in China wieder spürbar bergauf. Im Mai haben die Händler im Reich der Mitte mehr als 70.000 Autos der Marke Mercedes-Benz an Kunden verkauft, wie das Unternehmen am Dienstag twitterte.

Das sei ein prozentual zweistelliges Wachstum gegenüber dem Vorjahresmonat, sagte Daimler-Vertriebschefin Britta Seeger. Die Zahlen zeigen allerdings auch, wie abhängig der Konzern aktuell vom China-Geschäft ist: Schließlich bedeuten die 70.000 Einheiten, dass das Reich der Mitte im Mai für deutlich mehr als die Hälfte des weltweiten Daimler-Absatzes verantwortlich war.

Der Pkw-Markt in China war mit dem Lockdown im Februar und März deutlich eingebrochen, hatte sich im April aber schon wieder merklich erholt. China war das erste von der Corona-Pandemie betroffene Land, mittlerweile läuft die Wirtschaft dort aber nahezu wieder auf vollen Touren.

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