Corona-Krise: Mitsubishi verlängert zinsfreie Zeit für Händler

Produktion in den Werken läuft weiter

| Autor: Yvonne Simon

Kolja Rebstock, Geschäftsführer von Mitsubishi Deutschland, hofft auf ein baldiges Ende der Krise.
Kolja Rebstock, Geschäftsführer von Mitsubishi Deutschland, hofft auf ein baldiges Ende der Krise. (Bild: Seyerlein)

Mitsubishi Deutschland hat mehrere Maßnahmen beschlossen, um das Händlernetz in der Corona-Krise zu unterstützen und zu entlasten. Damit sollen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise reduziert werden, teilte der Importeur am Freitag mit.

Die Friedberger kündigten an, die verlässliche Ersatzteilversorgung der Betriebe sicherzustellen. Um die kurzfristige Liquidität zu sichern, werde zudem die zinsfreie Zeit für die Händlerbetriebe auf nun 180 Tage verdoppelt. Mitsubishi sagt den Partnern außerdem unbürokratische Hilfe zu, durch die Aussetzung oder Verlängerung von Abschlagszahlungen oder Endfälligkeiten auf individuellen Antrag. Grundsätzlich will der Importeur durch kontinuierlichen, direkten Kontakt mit allen deutschen Mitsubishi-Autohäusern individuelle Lösungen für mögliche Probleme vor Ort finden.

Aufgrund der aktuellen Beschränkungen im öffentlichen Leben stelle Mitsubishi die Organisation in der deutschen Firmenzentrale in Friedberg wo immer möglich auf mobiles Arbeiten um. Man unternehme jedoch alle Anstrengungen, um eine kontinuierliche und zuverlässige Betreuung der Händler und Kunden auch weiterhin zu gewährleisten.

Rebstock: „Eine der größten Herausforderungen, die wir bislang erlebt haben“

„Die Corona-Krise ist für uns alle eine der größten Herausforderungen, die wir bislang erlebt haben“, sagt Importeurs-Geschäftsführer Kolja Rebstock. „Unsere Sorge gilt der Gesundheit und dem Wohlergehen unserer Mitarbeiter, unserer Händler und unserer Kunden. Wir appellieren an alle, sich an die behördlichen Anweisungen zu halten und dazu beizutragen, dass diese Krise schnell beendet werden kann.“ Mitsubishi habe deshalb bereits in der vergangenen Woche alle Präsenzschulungen für die Händler gestoppt.

Doch bei aller Unsicherheit gebe es auch positive Nachrichten: Die Produktion in den Mitsubishi-Werken laufe weiter, und auch die Belieferung der Werke sei nicht betroffen. Bislang sei außerdem kein Fall von Infektionen von Mitarbeitern in Deutschland oder Japan bekannt. „Wir arbeiten deshalb bereits jetzt mit Hochdruck an den Vorbereitungen für die Zeit nach der Krise“, sagt Rebstock.

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