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Corona-Krise: Online-Neuwagengeschäft mehr als halbiert

| Autor: Martin Achter

Das Interesse am Neuwagenkauf via Internet war im April nur noch halb so hoch wie im Vorjahr. Das zeigt eine Auswertung der Onlineplattform Carwow. Allerdings verbessert sich die Kauflaune wieder.

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Eingebrochen, aber wieder im Aufwind: Eine Analyse der Neuwagenplattform Carwow zeigt, wie sich das Neuwageninteresse zuletzt entwickelt hat.
Eingebrochen, aber wieder im Aufwind: Eine Analyse der Neuwagenplattform Carwow zeigt, wie sich das Neuwageninteresse zuletzt entwickelt hat.
(Bild: Achter/»kfz-betrieb«)

Das Interesse von Verbrauchern am Neuwagenkauf über das Internet hat sich im April im Zuge der Corona-Krise im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert – auf 47 Prozent. Das zeigt eine exklusive Auswertung der Neuwagenplattform Carwow für »kfz-betrieb«.

Die Analyse zeigt auch, dass der Markt in den zurückliegenden Monaten schrittweise einbrach, sich jetzt aber wieder besser entwickelt. Dabei dürfte die Lockerung der Corona-Auflagen durch Bund und Länder eine Rolle spielen.

So lag das Lead-Volumen im Februar knapp unter Vorjahresniveau (93 Prozent); Ende Februar mehrten sich die Anzeichen, dass sich die Corona-Erkrankungen zu einer Pandemie von internationalem Ausmaß ausweiten würden. Im März belief sich das Volumen der von Carwow an potenzielle Käufer verschickten Neuwagenangebote dann nur noch auf 73 Prozent des Vorjahresvolumens.

In den letzten Tagen verzeichnete Carwow wieder mehr Interesse von Neuwagenkunden. Zu Beginn dieser Woche war das Volumen der verschickten Neuwagenangebote wieder bei 79 Prozent des Vorjahresniveaus angekommen; analysiert wurde dabei der Verlauf der zurückliegenden sechs Geschäftstage. „Ich gehe davon aus, dass wir hier erst noch am Anfang eines größeren Anstiegs stehen und in den kommenden Tagen an das starke Vor-Corona-Niveau anknüpfen werden“, sagt Carwow-Geschäftsführer Philipp Sayler von Amende.

Auf Carwow können Kunden Neuwagen nach ihren Wünschen konfigurieren und per Klick Neuwagenangebote von Autohäusern anfordern. Die Interessenten erhalten dann Angebote von fünf Händlern, die die Plattform – beispielsweise aufgrund der regionalen Nähe – als relevante Ansprechpartner für die Endverbraucher auswählt. Die Angebote werden im Auftrag von Händlern automatisch erstellt und an die Kaufinteressenten verschickt. Händler müssen zuvor ihre Konditionen hinterlegen.

Anzahl der Händler um 50 Prozent gestiegen

Mit wie vielen Händlern Carwow derzeit zusammenarbeitet und wie viele Fahrzeuge über die Plattform verkauft werden, kommuniziert das Unternehmen nicht. Die Anzahl der Händler habe sich gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent erhöht.

Anfang 2019 erklärte der Geschäftsführer, dass 26 der 30 größten deutschen Händlergruppen auf der Plattform mit mindestens einem Standort aktiv seien. Über alle auf der Plattform vertretenen 32 Automarken hinweg waren damals zum Jahresstart nach Aussage des Unternehmens 1,7 Prozent aller privaten Neuzulassungen in Deutschland auf Kaufanfragen zurückzuführen, die Carwow Händlern vermittelte. „Im Januar haben wir bei unseren Top-Marken einen Marktanteil von bis zu fünf Prozent erreicht“, erklärte Sayler von Amende im März 2019.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«