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Corona legt drei Viertel der gelben Taxis in New York lahm

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Waren im Juni 2019 in New York noch 120.000 gelbe Taxis in New York unterwegs, waren es ein Jahr später nur noch gut 30.000. Während das klassische Gewerbe unter Corona schwer leidet, kann das Virus der umstrittenen Fahrdienst-Konkurrenz offenbar weniger anhaben.

Für viele New Yorker Taxifahrer ist die derzeitige Situation existenzbedrohend.
Für viele New Yorker Taxifahrer ist die derzeitige Situation existenzbedrohend.
(Bild: Times Square and New York taxis / Times Square and New York taxis / Kristina D.C. Hoeppner / CC BY-SA 3.0 / CC BY-SA 3.0)

Die Markenzeichen des Big Apple leiden unter Corona: Neu veröffentlichten Zahlen zufolge ist die Zahl der Taxifahrer in New York deutlich zurückgegangen. Nach Angaben der zuständigen Taxi- und Limousinen-Kommission der Metropole im Juni sank die Anzahl der Fahrer im Vergleich zum Vorjahr von mehr als 120.000 auf 30.675 – das entspricht einem Einbruch von 75 Prozent.

Auch die Zahl der Fahrten der berühmten gelben Autos konnte sich seit dem Höhepunkt des Ausbruchs in der Millionenstadt im April nur minimal erholen, obwohl viele New Yorker die U-Bahn meiden. Davon profitieren scheinbar eher Fahrdienst-Anbieter wie Uber oder Lyft, denn die Zahl für Wagen auf Abruf stieg deutlicher.

Existenzbedrohende Lage für Taxifahrer

In einer Zeit, in der viele New Yorker zu Hause arbeiten, die berühmten Manhattaner Business-Lunchs in den teuren Restaurants ausfallen und es kaum Touristen in der Stadt gibt, ist die Nachfrage nach Taxis stark gesunken – die gelben Wagen stehen oft unbenutzt auf großen Parkplätzen. Die Situation kann für die Fahrer, die oftmals bereits hohe Schulden für ihre Zulassung aufgenommen haben, existenzgefährdend sein.

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