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Corona-Lockerungen zeigen Wirkung – Kfz-Branche atmet durch

Autor: Jakob Schreiner

Zwar gelten nach wie vor einige Schutzmaßnahmen – viele wurden aber bereits wieder gelockert. Das zeigt auch bei den Kfz-Betrieben Wirkung, die laut der aktuellen BIX-Befragung wieder optimistischer in die Zukunft blicken. Eine Normalisierung rückt dennoch in weitere Ferne.

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(Bild: Signal-Design)

Die Talsohle scheint vorerst durchschritten: Nach dem Absturz der Indexwerte im vergangenen Befragungszeitraum hat sich die Stimmung drastisch verbessert. Sie war in der Kfz-Branche im April mit 75 beziehungsweise 76 Punkten auf den niedrigsten Wert seit der Wirtschaftskrise 2008/2009 gefallen. Mit den jetzt zusehends gelockerten Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie steigt der Indexwert bei den Markenpartnern auf 86 Punkte und bei den freien Werkstätten sogar auf 90 Punkte. Das hat die Branchenindexbefragung von »kfz-betrieb«, BBE Automotive und Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) ergeben.

Die Bewertung der eigenen wirtschaftlichen Situation fällt dabei im Vergleich zum Vormonat wieder deutlich positiver aus. So vergaben die Vertragspartner eine 2,9 (Vormonat: 3,4) und die freien Servicebetriebe eine 2,6 (Vormonat: 3,1) nach dem Schulnotensystem.

Wie zu erwarten hinkt die Umsatzentwicklung im Handelsgeschäft aufgrund der temporär geschlossenen Schauräume bei den meisten Markenpartnern hinterher. Im Vergleich dazu verzeichnet „nur“ etwa jeder zweite Unternehmer im Servicegeschäft gegenüber dem Vorjahreszeitraum Umsatzeinbußen – egal ob markengebunden oder frei. Auch die Aussichten sind nicht wirklich rosig – aber wieder besser als bei der Befragung im vergangenen Monat.

So rechnet zwar die Mehrheit im Handelsgeschäft nach wie vor mit geringeren Umsätzen, aber einige haben doch wieder die Hoffnung, im kommenden Monat mit den Umsätzen auf Vorjahresniveau zu landen. Ebenfalls positiv ist die Entwicklung im Servicegeschäft, das in den kommenden Monaten ein wichtiger Umsatzbringer und stabilisierender Faktor für eine Vielzahl von Kfz-Betrieben sein wird. Die Mehrheit rechnet hier wieder mit gleichbleibenden oder steigenden Umsätzen. Ein erstes positives Signal dafür, gibt die wieder steigende Auslastung der Werkstätten.

Die Stimmung hat sich zwar deutlich verbessert, aber die Betriebe erwarten jetzt nach den ersten Erfahrungen nach den Lockerungen insgesamt einen längeren Zeitbedarf, um wieder auf ein normales Geschäftslevel zu kommen.

So hat sich der Anteil der Autohäuser, die eine Normalisierung der Geschäfte bis Ende September 2020 erwarten, nahezu halbiert. Aktuell glauben aber immer noch über 40% an eine Erholung bis Ende September. Freie Servicebetriebe betrachten die Entwicklung insgesamt etwas optimistischer.

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Über den Autor

 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik