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Corona-Pandemie belastet Sixt-Leasing

Autor: Viktoria Hahn

In den ersten drei Quartalen dieses Jahres hat das Handelsunternehmen aufgrund der Corona-Krise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum starke Umsatz- und Gewinnrückgänge verzeichnet. Für das Gesamtjahr musste der Vorstand nun eine bereits reduzierte Prognose für 2020 nochmals nach unten korrigieren.

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Sixt-Leasing bekommt die Auswirkungen der Pandemie zu spüren.
Sixt-Leasing bekommt die Auswirkungen der Pandemie zu spüren.
(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Das Geschäft des nach eigenen Angaben marktführenden Online-Neuwagenverkäufers Sixt Leasing hat sich in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres schwach entwickelt. Wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab, ging der operative Umsatz in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,6 Prozent auf 319,9 Millionen Euro zurück.

Noch stärker sanken die Verkaufserlöse: Das Ergebnis vor Steuern (EBT) fiel im selben Zeitraum sogar um 76 Prozent auf 5,2 Millionen Euro. Die Umsatzrendite lag infolgedessen bei 1,6 Prozent. Zum Vergleich: In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres erwirtschaftete Sixt Leasing noch eine Umsatzrendite von 6,2 Prozent.

Signifikant reduzierte Fahrzeugnutzung im Lockdown

Außerdem sank der gesamte Konzernumsatz in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 10,7 Prozent auf 565,3 Millionen Euro. Dieser Rückgang sei vor allem durch den Corona-bedingten Lockdown im zweiten Quartal verursacht worden, der unter anderem zu einer signifikant reduzierten Fahrzeugnutzung geführt habe. Das wiederum habe einen Rückgang der nutzungsbezogenen Erlöse, wie etwa Treibstofferlöse, verursacht. Weiterhin sei im dritten Quartal – also nach dem Lockdown – der Anstieg der Fahrzeugnutzung nicht wie erwartet eingetreten.

Zudem ging der Vertragsbestand (In- und Ausland) von Ende Dezember 2019 bis Ende September 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,2 Prozent auf 131.900 Verträge zurück.

Ruhl: Strategie wird weiterhin konsequent umgesetzt

Sixt-Leasing-Chef Michael Ruhl kommentierte die Entwicklung in der Pressemitteilung wie folgt: „Die anspruchsvollen Rahmenbedingungen halten uns nicht davon ab, unsere Strategie weiterhin konsequent umzusetzen und insbesondere die Digitalisierung unseres Produkt- und Serviceportfolios weiter voranzutreiben.“

Das Unternehmen plant ab dem Geschäftsjahr 2021 die Einführung eines komplett digitalen Bestellprozesses auf sixt-neuwagen.de. Darüber hinaus soll das Geschäftsmodell von Sixt Leasing auf Gebrauchtwagenleasing erweitert werden.

Prognose für das Gesamtjahr

Für das Gesamtjahr 2020 rechnet das Unternehmen mit einem Konzernvertragsbestand und einem operativen Konzernumsatz jeweils deutlich unterhalb des entsprechenden Vorjahreswerts. Der Vorstand musste zudem die am 20. Juli angepasste Ergebnisprognose, die bereits von einem Wert sehr deutlich unter Vorjahresniveau ausging, nochmal nach unten korrigieren.

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Über den Autor

 Viktoria Hahn

Viktoria Hahn

Volontärin des Newsdesk von »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG