Innung Mittelbaden Corona-Schutzimpfungen für Beschäftigte von Kfz-Betrieben

Autor Doris Pfaff

Was lange währt, wird endlich gut. Das trifft zumindest auf das Engagement der Kfz-Innung Mittelbaden zu. Früh hat sie sich in das Modellprojekt „Impfen im Handwerk“ eingebracht und inzwischen mehr als 800 Menschen gegen Corona geimpft. Auch die Kfz-Innung Frankfurt und Main-Taunus-Kreis startet ihre Impfkampagne.

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Mehr als 800 Beschäftigte in den Mitgliedsbetrieben nahmen das Impfangebot der Innung Mittelbaden an.
Mehr als 800 Beschäftigte in den Mitgliedsbetrieben nahmen das Impfangebot der Innung Mittelbaden an.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Bereits kurz nach Start der bundesweiten Impfkampagne in Deutschland haben die Verantwortlichen der Kfz-Innung Mittelbaden für eine Impfung durch die Betriebsärzte gekämpft. Auch ein Modellprojekt „Impfen im Handwerk“ wurde ausgearbeitet und im Sozialministerium von Baden-Württemberg eingebracht.

Viele Telefonate, Videokonferenzen und E-Mails später konnte es Ende Juni losgehen. Mehr als 800 Beschäftigte der Mitgliedsbetriebe signalisierten ihr Interesse an einer Impfung durch den Betriebsarzt. Weil zunächst aber der Impfstoff fehlte, stockte die Impfkampagne der Innung vorübergehend. Dann stieg die Lieferquote, sodass auch den Beschäftigten der regionalen Kfz-Betriebe Impfangebote gemacht werden konnten. Inzwischen sind nahezu alle Impfwilligen mit der zweiten Impfung versehen.

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Geimpft wurde in den Räumen der Innung in Karlsruhe-Neureut und Baden-Baden in Zusammenarbeit mit Betriebsarzt Dr. Norbert Koch aus Baden-Baden, der auch einen Teil der Mitgliedsbetriebe als Arbeitsmediziner der Innung betreut.

Innungsgeschäftsführer Ruben Schäfer sieht einen großen Vorteil in der Impfaktion durch den Betriebsarzt: Durch die unkomplizierte Abwicklung und den einfachen Zugang könnten auch Personen erreicht werden, die sonst aufgrund der bisher komplizierten Terminvergabe in den Impfzentren und wenig Kontakt zum Hausarzt eine Impfung nicht in Betracht gezogen hätten.

Obermeister Dieter Burkart lobt das große Interesse aus den Betrieben: „Dies ist ein Baustein, den wir als Kfz-Gewerbe leisten können, um weitere Lockdowns im Spätjahr zu verhindern“, so Burkart.

Für die Beschäftigten der Mitgliedsbetriebe besteht auch weiterhin die Möglichkeit, individuelle Impftermine mit dem Betriebsarzt zu vereinbaren. Das gilt vor allem auch für diejenigen, die an den bisherigen Terminen verhindert waren oder sich erst später für eine Impfung entschieden haben.

Beitrag zum Kampf gegen die Pandemie

Auch das Kfz-Gewerbe in Hessen bringt sich aktiv im Kampf gegen die Corona-Pandemie ein und hat Impftermine organisiert. Die Innung Frankfurt und Main-Taunus-Kreis bietet in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Gesundheitsamt zwei Termine an: Am 18. August und 29. September werden jeweils zwei Impfteams, unterstützt von Mitarbeitenden der Innung, in der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen mehr als 200 Menschen impfen können.

Das Impfangebot gilt nicht nur für Kursteilnehmende, sondern richtet sich auch an die Beschäftigten der Innungsbetriebe, aber auch an die Nachbarschaft. „Wir wollen damit dazu beitragen, dass die Pandemie, die uns auch heftig getroffen hat, möglichst weitgehend eingedämmt wird“, so Obermeister Thomas Holler. „Wir sehnen uns nach einem normalen Leben zurück und dafür wollen wir auch aktiv etwas tun.“

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