Coronakrise: Auch noch Steuern zahlen?

Autor / Redakteur: Harald Czycholl / Joachim von Maltzan

Trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch Corona: Die Pandemie bietet Arbeitgebern und Arbeitnehmern auch neue Möglichkeiten, die Steuerlast zu drücken. Doch die gibt es nur, wenn man sie kennt und geltend macht.

Normalerweise muss man an das Finanzamt Geld zahlen, in der Krise kann man aber auch von hier Kapital zurückholen.
Normalerweise muss man an das Finanzamt Geld zahlen, in der Krise kann man aber auch von hier Kapital zurückholen.
(Bild: © mitifoto - stock.adobe.com)

Da leidet man schon unter den Folgen der Coronakrise – und dann kommt auch noch das Finanzamt und hält die Hand auf. Doch die Pandemie bietet Betriebsinhabern auch zahlreiche Möglichkeiten, die Steuerlast zu drücken oder fällige Zahlungen zumindest aufzuschieben. Und auch Arbeitnehmer können von Steuervergünstigungen profitieren. Die wichtigsten Steuertipps für Arbeitgeber und Arbeitnehmer:

Fällige Steuerzahlungen stunden lassen

Wenn die Kasse ohnehin leer ist, ist eine fällige Steuerzahlung des Letzte, was man brauchen kann. In vielen Fällen hilft aber schon ein Zahlungsaufschub weiter – und den kann man beim Finanzamt beantragen: „Die Finanzämter gewähren für Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer eine Stundung für drei Monate“, erklärt Andreas Baumann, geschäftsführender Gesellschafter in der Steuerberatungskanzlei Dr. Kley in Würzburg. „Neben Umsatzsteuer-Schlusszahlungen können auch fällige Umsatzsteuer-Vorauszahlungen gestundet werden. Die Stundungen erfolgen zinslos.“ Die Stundung muss schriftlich beantragt werden. Hier gibt es entsprechende Vordrucke der Finanzverwaltung, alternativ kann der Antrag auch elektronisch über das Portal „Elster“ gestellt werden. Sinnvoll ist es, gleichzeitig auch die dem Finanzamt erteilte Lastschrifteinzugsermächtigung zu widerrufen – sonst wird das Geld trotzdem abgebucht.