Coronavirus: Online ohne Computervirus

Autor / Redakteur: Harald Czycholl / Joachim von Maltzan

Immer mehr Betriebe setzen in der Corona-Krise auf Homeoffice, um ihre Mitarbeiter vor einer Ansteckung zu schützen. Doch die virtuelle Zusammenarbeit mit den Kollegen bietet Einfallstore für Cyberkriminelle. Worauf Unternehmen achten müssen.

Immer mehr Arbeitnehmer arbeiten in der Krise vom heimischen Schreibtisch aus.
Immer mehr Arbeitnehmer arbeiten in der Krise vom heimischen Schreibtisch aus.
(Bild: © Halfpoint - stock.adobe.com)

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und das Gesundheitssystem nicht übermäßig zu belasten, rät die Bundesregierung Unternehmern, ihren Mitarbeitern Homeoffice zu ermöglichen. Dies ist auch in vielen Betrieben bereits Realität. Im Kfz-Gewerbe ist die Tätigkeit vom heimischen Schreibtisch aus zumindest in Teilbereichen machbar – etwa wenn es um Verwaltungsarbeiten wie die Buchhaltung, die telefonische Auftragsannahme, das Sekretariat oder planerische Tätigkeiten geht. Leider setzen jedoch Cyberkriminelle ihre Arbeit wie gewohnt fort – und bauen darauf, dass Mitarbeiter im Homeoffice weniger gut geschützt sind als im normalen Firmennetzwerk.

So würden am heimischen Rechner oftmals weniger sichere Passwörter benutzt – und in Zeiten der ausschließlich virtuellen Zusammenarbeit mit den Kollegen seien die Menschen auch anfälliger für sogenannte Phishing-Attacken, warnt Claudia von Pawel, als Underwriting Manager Small Business verantwortlich für die Business Academy des Spezialversicherers Hiscox. „Daher ist es wichtig, dass jeder Einzelne selbst für ein sicheres, digitales Arbeiten sorgt.“ Denn sonst legt statt dem Coronavirus ein Computervirus das Unternehmen lahm.