Geschäftsjahr 2019/20 Covid-Maßnahmen treffen die AVAG

Autor Jens Rehberg

In dem im vergangenen August abgelaufenen Geschäftsjahr der zweitgrößten deutschen Autohandelsgruppe mussten die Augsburger ein zweistelliges Minus bei Umsatz und Ergebnis hinnehmen.

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AVAG-Zentrale in Augsburg
AVAG-Zentrale in Augsburg
(Bild: Dennis Amedovski)

Nachdem etwa das halbe vergangene Geschäftsjahr der AVAG von den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie geschwächt wurde, verzeichneten die Augsburger in ihrem jetzt veröffentlichten Abschlussbericht einen Umsatz- und Absatzrückgang von rund 11 beziehungsweise 16 Prozent. Das EBIT der Handelsgruppe sank um knapp fünf Millionen Euro auf 39,5 Millionen Euro. Allerdings konnte die Umsatzrendite auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2018/19 gehalten werden – 1,8 Prozent. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf zuletzt 21,3 Prozent (Vorjahr: 18,1 Prozent).

„Wir appellieren an die Bundesregierung, die Verkaufs- und Schauräume dauerhaft zu öffnen, da von ihnen eine sehr geringe Infektionsgefahr ausgeht und vor Ort die notwendigen Abstände eingehalten werden können“, forderte Vorstandssprecher Roman Still im Zuge der Veröffentlichung der Geschäftszahlen.

Zuvor war der Neuwagenabsatz der Gesamtgruppe laut dem Abschlussbericht um rund 11.000 Einheiten auf 51.000 Einheiten zurückgegangen. Bei den Gebrauchtwagen fehlten mit 61.000 Einheiten gut 4.000 Fahrzeuge zum Vorjahr.

Der Umsatz im Aftersales entwickelte sich dagegen mit plus 1,2 Prozent leicht nach oben, so dass die AVAG in Summe im vergangenen Geschäftsjahr rund 2,1 Milliarden Euro erwirtschaftete – ein Jahr zuvor waren es noch 2,4 Milliarden Euro gewesen.

Die AVAG ist eine der größten Autohandelsgruppen in Europa, die zurzeit an 178 Kfz-Betrieben in Deutschland, Österreich, Kroatien, Polen, Ungarn und Slowenien beteiligt ist. Das Unternehmen vermarktet mit seinen etwas über 5.000 Mitarbeitern neben dem Stammfabrikat Opel auch die Marken Ford, Toyota, Lexus, Kia, Hyundai, Nissan, Mercedes, Honda, Volvo, Subaru, Isuzu, Cadillac, Citroën, Peugeot, Suzuki, Corvette, Chevrolet, Fiat und Alfa.

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