CSU-Schatzmeister: „Daimler schwächt Demokratie“ mit Spendenstreichung

Autor / Redakteur: dpa / Yvonne Simon

Daimler hat angekündigt, alle Parteispenden zu streichen, wie es etwa Siemens, BMW und VW bereits tun. Bei der CSU kommt das gar nicht gut an – die Unternehmen würden sich aus der Verantwortung stehlen, mosert Schatzmeister Thomas Bauer.

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

CSU-Schatzmeister Thomas Bauer hat großen Firmen, die auf Parteispenden verzichten, eine Schwächung der Demokratie vorgeworfen. „Sich um die Demokratie zu kümmern, ist eine Bürgerpflicht“, sagte Bauer der „Welt“ (Mittwoch). Am Wochenende war bekannt geworden, dass der Autokonzern Daimler für dieses Jahr alle Parteispenden gestrichen hat. Daimler sei wie eine Art Bürger, sagte Bauer. „Nun leistet die Firma einen Beitrag zur Schwächung der Demokratie und tut nicht etwa eine gute Tat. Man stiehlt sich aus der Verantwortung.“

Auch andere große Unternehmen kritisierte Bauer: „Siemens gibt seit vielen Jahren nichts mehr, BMW, VW, jetzt Daimler. All diese großen Firmen kommen ihrer demokratischen Verpflichtung nicht mehr nach.“

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