Interview „Dacia bleibt Dacia“

Das Gespräch führte Yvonne Simon

Thilo Schmidt steht erst seit wenigen Wochen an der Spitze von Dacia in Deutschland. Im Interview spricht er über seine Ziele und erklärt, was die geplante Höherpositionierung und neue Markenidentität für das Fabrikat bedeuten.

Dacia-Deutschland-Chef Thilo Schmidt will mit dem rumänischen Fabrikat neue Kunden ansprechen.
Dacia-Deutschland-Chef Thilo Schmidt will mit dem rumänischen Fabrikat neue Kunden ansprechen.
(Bild: Renault)

Redaktion: Sie sind erst seit Mitte März Deutschland-Chef bei Dacia. Wie überrascht waren Sie über das Angebot?

Thilo Schmidt: Ich habe mich sehr gefreut, dass man mir das Angebot gemacht hat. Ich bin seit über 16 Jahren in der Renault-Gruppe tätig, zunächst in Deutschland und die letzten zwei Jahre in Österreich. Es ist für mich sozusagen eine Rückkehr zur Familie. Ich habe also nicht lange gezögert.

Die Zeiten sind turbulent, aber Dacia konnte zuletzt im Vergleich zum schwachen Vorjahr stark wachsen. Wie bewerten Sie den Jahresstart?

Wir haben im letzten Jahr die komplette Modellpalette erneuert und merken, dass dadurch die Nachfrage deutlich angezogen hat. Der Sandero war zum Jahresbeginn das beliebteste Fahrzeug am Privatmarkt über alle Marken hinweg. Das ist ein tolles Zeichen. In den ersten beiden Monaten des Jahres ist unser Marktanteil stärker als bei allen anderen Marken angestiegen. Und die Zahl der Kaufanträge liegt noch weit über den Zulassungszahlen.