Daimler-Car- und -Ridesharing: Händler bleiben außen vor

Die deutschlandweit rund 1.070 Mercedes-Benz-Betriebe kooperieren in der Regel mit Vertriebsprofis der Daimler-Sparten Cars, Vans, Trucks. Viel stärker ins Visier sollten sie aber einen Bereich nehmen, der ihnen das Leben noch schwer machen wird.

| Autor: Dominik Faust

Millionen Nutzer der Carsharing-Angebote der Hersteller brauchen für diese Dienste kein Autohaus mehr.
Millionen Nutzer der Carsharing-Angebote der Hersteller brauchen für diese Dienste kein Autohaus mehr. (Bild: Daimler AG)

Das traditionelle Geschäft von Autohäusern setzt eines voraus: Autobesitzer, deren Fahrzeuge gewartet und instand gesetzt werden müssen. Doch genau das wird es in Zukunft immer weniger geben. Die Gründe sind vielfältig: Immer mehr Menschen teilen sich Autos, Fahrzeuge werden immer wartungsärmer, Assistenzsysteme verhindern Schäden. Große Hersteller haben sich längst darauf eingestellt. Unter anderem wandeln sie sich von reinen Autobauern zu Mobilitätsanbietern, die Transporte von A nach B vermitteln. Sie tun das in den Bereichen Individualverkehr, öffentlicher Personennahverkehr und im Flottengeschäft.

An die Spitze dieses Trends hat sich sehr früh die Daimler AG gesetzt: Für ihre Mobilitätsdienste haben sich weltweit bereits über 17,8 Millionen Kunden registriert. Darunter 11,1 Millionen Nutzer der App Mytaxi, über drei Millionen der Carsharing-App Car-2-Go sowie fast vier Millionen der Ticket-App Moovel. Im Jahr 2017 wurden über diese Plattformen nach Angaben der zuständigen Daimler Financial Services AG mehr als 100 Millionen Transaktionen durchgeführt.

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