Daimler hält Brennstoffzelle „im weiten Fernverkehr für alternativlos“

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Die Daimler Truck AG treibt in Stuttgart die Produktion von Brennstoffzellen voran. Bis zum Ende des Jahrzehnts hat sich der Konzern ehrgeizige Ziele gesetzt.

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Noch vor Ende des Jahrzehnts will Daimler Trucks in der Lage sein, große Stückzahlen von Brennstoffzellen zu produzieren.
Noch vor Ende des Jahrzehnts will Daimler Trucks in der Lage sein, große Stückzahlen von Brennstoffzellen zu produzieren.
(Bild: Daimler)

Die Daimler Truck AG investiert am Standort Stuttgart in neue Anlagen für die Brennstoffzellenproduktion. Man gehe nun konsequent den Weg in Richtung Serienfertigung und leiste dabei auch über die Autoindustrie hinaus Pionierarbeit, sagte Daimler-Trucks-Chef Martin Daum am Dienstag in Stuttgart.

„Anders als beim klassischen Verbrennungsmotor wird es hier Maschinen und Anlagen geben, die so noch nicht existieren“, sagte Andreas Gorbach, der Leiter des eigens gegründeten Tochterunternehmens Daimler Truck Fuel Cell. „Wir betreten damit wirklich Neuland.“

Hohe Stückzahlen bis Ende des Jahrzehnts angepeilt

Der Fokus auf den Lkw eigne sich dafür besonders: „Hier ist die Brennstoffzelle als lokal CO2-neutraler Antrieb im besonders weiten Fernverkehr in Richtung 1.000 Kilometer ohne längeren Zwischenstopp und bis zu 40 Tonnen Lkw-Gesamtgewicht alternativlos“, sagte Gorbach und begründet dies mit der deutlich höheren Energiedichte von Wasserstoff im Vergleich zur Batterie. Noch vor Ende des Jahrzehnts will Daimler in der Lage sein, wettbewerbsfähig große Stückzahlen zu produzieren.

Bereits im April hatten Daimler und der Lastwagenbauer Volvo angekündigt, gemeinsam an der Entwicklung von Brennstoffzellen-Antrieben für schwere Nutzfahrzeuge arbeiten zu wollen. Daimler plant zudem eine Kooperation mit dem Motorenbauer Rolls-Royce Power Systems im Bereich von stationären Brennstoffzellen-Systemen.

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