Suchen

Daimler kauft Batteriezellen für 20 Milliarden Euro

| Autor / Redakteur: dpa / Jakob Schreiner

Zwar möchte Daimler in eigenen Batteriewerken die Energiespeicher für seine Elektromodelle selbst bauen – den wesentlichen Bestandteil dafür kaufen die Stuttgarter aber zu. Dafür hat der Autobauer jetzt milliardenschwere Verträge mit diversen Lieferanten geschlossen.

Firmen zum Thema

Der Mercedes EQC startet Anfang 2019.
Der Mercedes EQC startet Anfang 2019.
(Bild: Daimler)

Für die Versorgung seiner Elektrofahrzeuge mit Batteriezellen gibt Daimler in den kommenden Jahren mehr als 20 Milliarden Euro aus. Die Verträge mit verschiedenen Lieferanten sicherten die Versorgung der eigenen Produktion bis ins Jahr 2030 ab, teilte der Konzern am Dienstag mit. Details zu den Lieferanten wurden nicht genannt, nur dass sie in Asien und Europa sowie künftig auch in den USA produzieren. Daimler baut die Batterien an sich zwar selbst, kauft die Zellen – den wesentlichen Baustein dafür – aber bei externen Lieferanten zu.

Ein Batteriewerk im sächsischen Kamenz ist schon in Betrieb, zwei weitere sollen in Stuttgart-Untertürkheim und eines am Standort in Sindelfingen entstehen. Hinzu sollen jeweils eine Fabrik an den Standorten in Peking (China), Bangkok (Thailand) und Tuscaloosa (USA) kommen.

Mercedes-Benz EQC: Ein Kompromiss zum Anfang
Bildergalerie mit 11 Bildern

Der Aufbau dieses Produktionsverbundes kostet eine weitere Milliarde Euro, zehn Milliarden Euro steckt Daimler zudem in Entwicklung und Produktion der Elektro-Flotte bei Mercedes-Benz. Das erste rein elektrische Fahrzeug daraus kommt 2019 auf den Markt, bis 2022 sollen insgesamt 130 elektrifizierte Varianten im Angebot sein. Außerdem werden die Batteriezellen für E-Busse und -Lastwagen gebraucht. Die Lieferverträge seien so ausgelegt, dass man über die jeweils neueste Zellen-Technologie verfügen könne, hieß es.

(ID:45649726)