Daimler startet Online-Vertrieb

Autor: Julia Mauritz

Am 3. Dezember öffnet der Online-Store für Neufahrzeuge von Mercedes-Benz. In der Pilotphase beschränkt sich die Auswahl auf vier Modelle mit Leasing-Komplettpaket.

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Merceces-Modelle sind ab dem 3. Dezember per Mausklick im Online-Shop von Daimler erhältlich.
Merceces-Modelle sind ab dem 3. Dezember per Mausklick im Online-Shop von Daimler erhältlich.
(Foto: Daimler)

„Mercedes-Benz connect me“: So heißt der neue Online-Shop des Stuttgarter Automobilherstellers, der am Dienstag, 3. Dezember, erstmals öffentlich zugänglich sein wird. In der Pilotphase finden Privatkunden dort ausschließlich vorkonfigurierte Neufahrzeuge der A- und B-Klasse, CLA und CLS Shooting Brake zum Festpreis.

„Die Fahrzeuge in den beliebstesten Ausstattungen sind mit einem Leasing-Komplettpaket für Privatkunden ausgestattet, das neben einer Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung auch Wartung und Verschleißreparturen sowie die Überführung und Zulassung umfasst“, erklärte Andrea Finkbeiner-Müller, Leiterin der Händlernetzentwicklung bei Daimler, während eines Pressegesprächs zur Vorstellung des neuen Online-Stores. Einen Online-Rabatt werde es nicht geben.

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Das einzige „Goodie“: Die Kunden, die den Bestellvorgang online abschließen, kommen in den Genuss eines besonderen Markenerlebnisses. Dazu zählen unter anderem ein Fahrertraining oder ein Wochenende mit einem Cabriolet.

Daimler will mit seinem Onlineshop vor allem jüngere, internetaffine Kunden und auch Fremdfabrikatsfahrer erreichen: „Unser neuer digitaler Kanal ist keine Konkurrenz zum physischen Kanal, sondern vielmehr eine Ergänzung. Es ist eine neue Eingangstür, um zu uns zu kommen“, sagte Finkbeiner-Müller.

Customer Contact Center beantwortet Fragen

Der Kaufprozess selbst nimmt dank der Vorkonfiguration nach der Registrierung nur wenige Minuten in Anspruch. Sollten während des Bestellvorgangs Fragen auftauchen, beantwortet diese ein Customer Contact Center, das mit dem Online-Shop verknüpft ist. Die Kaufinteressenten können dort anrufen, eine E-Mail versenden oder einen Live-Chat nutzen, der bis 22 Uhr besetzt ist.

„Wir zwingen einen Kunden nicht in einen Prozess. Er kann zu jedem Zeitpunkt den virtuellen Bestellungvorgang verlassen, indem er beispielsweise einen Termin für ein Beratungsgespräch oder eine Probefahrt vereinbart“, so Andrea Finkbeiner-Müller.

Der Automobilhandel spiele trotz des neuen digitalen Vertriebskanals nach wie vor eine tragende Rolle: „Die Kundenbetreuung und die Abwicklung des Kaufprozesses obliegt nach wie vor unseren Niederlassungen und Vertragspartnern. Wir werden den Kanal nicht am Handel vorbei positionieren. Der Handel ist von Anfang an in den Prozess mit eingebunden gewesen“, versicherte die Daimler-Managerin.

In der Pilotphase ist vorerst nur die Mercedes-Benz-Niederlassung Hamburg in den Internet-Neuwagenvertrieb eingebunden. Unter anderem hat die Hamburger Mercedes-Benz-Niederlassung erstmals einen Juniorverkäufer zum mobilen Verkaufsberater schulen lassen, der den Komfort der so genannten „Convenience-Kunden“ erhöhen soll. Falls gewünscht, berät dieser die Kunden direkt in ihrem Lebens- oder Arbeitsumfeld, organsiert Probefahrten und liefert das Fahrzeug an einen vom Kunden gewünschten Ort aus.

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