Daimler-Verkaufszahlen geben im August wieder nach

Autor: Andreas Grimm

Nach der Normalisierung der Verkaufszahlen im Juni und Juli hat der Absatz des Daimler-Konzerns im August wieder nachgegeben. Vor allem das Pkw-Geschäft hat Schwierigkeiten.

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Der Daimler-Absatz läuft nach der Corona-Pandemie noch nicht rund.
Der Daimler-Absatz läuft nach der Corona-Pandemie noch nicht rund.
(Bild: Daimer)

Der Daimler-Konzern hat im August wieder deutlich weniger Pkw und Vans verkauft als im Vorjahresmonat. Das geht aus den Zahlen hervor, die der Autobauer am Freitag veröffentlicht hat. Darin weist Daimler allerdings nur die sogenannten Verkäufe an den Großhandel aus. Die früheren klassischen „Retail“-Verkaufszahlen an Endkunden kommuniziert der Autobauer nur noch vierteljährlich.

Im August verließen den Angaben zufolge 168.710 Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz die Werke des Herstellers. Das waren 7,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In den beiden Monaten zuvor waren die Großhandelsverkäufe nur um 2,0 und 3,9 Prozent gesunken. Insgesamt ist der Absatz in diesem Jahr in jedem Monat rückläufig gewesen – am geringsten noch im Januar (-1,7 %).

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Wenig überraschend sind auch die Verkäufe der Kleinwagenmarke Smart weiter rückläufig, die es ja nur noch in der elektrifizierten Variante gibt. Im August registrierte Daimler 2,817 Verkäufe an den Großhandel, 61,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Im Juli war der Rückgang ähnlich hoch, im Juni hatte er noch 72,4 Prozent betragen.

Im Plus ist dagegen der Absatz der Transportersparte Mercedes-Benz Vans. Der Verkauf der leichten Nutzfahrzeuge kletterte im Monatsvergleich um 1,0 Prozent auf 29.145 Einheiten. Im Juli waren die Großhandels-Auslieferungen allerdings noch um 8,5 Prozent gestiegen (38.970 Einheiten), im Juni lag das Plus dagegen nur bei 0,2 Prozent (37.481 Einheiten).

Muss Daimler die Hoffnung auf das zweite Halbjahr wieder begraben?

Bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen hatte sich Vertriebsvorständin Britta Seeger noch vorsichtig optimistisch geäußert, dass sich die Absatzentwicklung im dritten Quartal positiv entwickeln könnte. Vor allem die Auslieferungszahlen der Plug-in-Hybride waren stark gestiegen. Auch die Auftragseingänge der Mercedes-Elektromodelle hatte sie als „ein positives Vorzeichen für die zweite Jahreshälfte“ gewertet und „mit signifikanten Absatzeffekten aus unserer laufenden Elektrooffensive“ gerechnet.

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 Andreas Grimm

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«