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Daimler verkauft auch im Oktober weniger Pkw

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Der Absatz der Kernmarke Mercedes-Benz lag auch im Oktober unter dem Wert des Vorjahresmonats. Allerdings war der Rückgang nicht mehr so deutlich wie in den vergangenen Monaten. In einem Segment ging es sogar aufwärts.

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(Bild: Michel/»kfz-betrieb«)

Daimler hat auch im Oktober weniger Autos seiner Kernmarke Mercedes-Benz verkaufen können als im Vorjahr. Mit knapp 196.000 Pkw lag der Großhandelsabsatz rund fünf Prozent unter dem vom Oktober 2019, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Aufs gesamte Jahr gerechnet liegt Mercedes-Benz Pkw nun bei gut 1,6 Millionen Autos.

Der Rückstand zum Vorjahr ist damit etwas kleiner geworden und liegt nun bei 12,7 Prozent. Bislang wurden in jedem Monat des Jahres weniger Autos verkauft als im jeweiligen Vorjahresmonat. Der Tiefpunkt war im April mit einem Minus von 44,5 Prozent erreicht worden.

Die Kleinwagenmarke Smart lag im Oktober weiter deutlich zweistellig im Minus. 4.741 verkaufte Fahrzeuge waren fast 40 Prozent weniger als im Oktober 2019. Bei den Vans hingegen setzte sich die positive Entwicklung der Vormonate fort: 43.973 an den Handel verkaufte Fahrzeuge entsprechen einem Plus von 5,5 Prozent. Auf Jahressicht konnten aber auch die Vans den Rückstand auf 2019 bisher nicht aufholen. Er liegt aktuell noch bei rund 14,7 Prozent.

Jahresziele seien bislang nicht gefährdet

Trotz drastisch gestiegener Corona-Fallzahlen und Teil-Lockdowns in vielen Ländern sieht der Autobauer seine neuen Ziele für 2020 bislang nicht in Gefahr. „Noch läuft der Markt für uns. Aber selbstverständlich beobachten wir das ganz genau“, sagte Vorstandschef Ola Källenius am Freitag bei einer digitalen Branchenveranstaltung des „Handelsblatts“. Anders als im Frühjahr könnten Kunden in den betroffenen Ländern derzeit Autos beim Händler abholen und auch zulassen. Sollte sich das ändern, könne man schnell reagieren. „Aber bis jetzt ist das nicht der Fall. Wir sind allerdings sehr wachsam“, sagte Källenius.

Daimler hatte im dritten Quartal deutlich stärker abgeschnitten als erwartet und daraufhin seine Ziele für das Gesamtjahr wieder etwas nach oben korrigiert – unter der Voraussetzung, dass es keine weitere Corona-Welle mit Folgen wie im Frühjahr gibt.

Källenius betonte zudem, dass Mercedes-Benz trotz stärkerer Ausrichtung auf das Luxus-Segment der Kompaktklasse treu bleiben werde. Es sei nicht geplant, in Zukunft nur noch Autos von der C-Klasse an aufwärts anzubieten. „Wir bleiben im Kompaktsegment. Aber wir suchen uns die Positionen in diesem Segment aus, die am meisten dem Markenversprechen von Mercedes entsprechen“, sagte Källenius. Und natürlich gehe es auch darum, sich auf die Modelle zu fokussieren, mit denen eine adäquate Rendite zu erzielen sei.

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