Daimler verlängert Kurzarbeit mindestens bis Ende April

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Daimler will die bislang bis zum 17. April geplante Kurzarbeit vieler Mitarbeiter bis mindestens Ende des Monats verlängern. Trotz der Einbußen durch die Corona-Pandemie rechnet der Autobauer aber nicht mit einem Verlust im ersten Quartal.

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Viele Daimler-Beschäftigte werden sich länger mit Kurzarbeit abfinden müssen.
Viele Daimler-Beschäftigte werden sich länger mit Kurzarbeit abfinden müssen.
(Source: Daimler)

Daimler verlängert die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte Zwangspause und plant nun bis Ende April mit Kurzarbeit. Das kündigte Finanzchef Harald Wilhelm am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Investoren und Analysten an. Bislang war Kurzarbeit bis zum 17. April angekündigt.

Von roten Zahlen im Kerngeschäft gehen die Stuttgarter für die ersten drei Monate nicht aus. Im ersten Quartal rechnet der Konzern sowohl in der Pkw- und Vans-Sparte sowie auch im Geschäft mit Lkws und Bussen mit einer positiven Marge, wie Wilhelm sagte. Derzeit bleibe das Management auch bei seinem Vorschlag, eine Dividende von 0,90 Euro zu zahlen. Wilhelm sagte, dass der Konzern sich mit der Liquiditätslage im Industriegeschäft wohl fühle. Vergangene Woche hatte das Unternehmen sich eine weitere Kreditlinie über 12 Milliarden Euro gesichert.

Die Produktion bei Daimler ruht seit etwa zweieinhalb Wochen in großen Teilen. Nur in einigen besonders wichtigen Bereichen wird noch gearbeitet. Seit Beginn dieser Woche sind die Mitarbeiter in Kurzarbeit – zuvor hatten sie Arbeitszeitkonten oder Urlaub abgebaut.

Wie die Kurzarbeit an den einzelnen Standorten umgesetzt wird und wie viele Mitarbeiter betroffen sind, wird laut Daimler jeweils einzeln mit dem Betriebsrat geregelt. Der Konzern hat in Deutschland rund 170.000 Beschäftigte.

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