ZDK-Blitzumfrage Das Ausmaß der Krise

Autor / Redakteur: Doris Pfaff / Doris Pfaff

Rückgänge von 60 Prozent und mehr verzeichnete der Autohandel in den ersten Monaten 2021 gegenüber denen des Vorjahres. Selbst der Service bekam einen Dämpfer. Eine Blitzumfrage des ZDK zeigt die Folgen des Lockdowns für das Kfz-Gewerbe.

Die Absperrbänder dürfen fast überall weg, doch die Folgen der geschlossenen Verkaufsflächen in den ersten Monaten des Jahres sind dramatisch.
Die Absperrbänder dürfen fast überall weg, doch die Folgen der geschlossenen Verkaufsflächen in den ersten Monaten des Jahres sind dramatisch.
(Bild: Pfaff/»kfz-betrieb«)

Die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns für den Autohandel zeigt eine Blitzumfrage für die Monate Januar und Februar 2021: Mehr als 2.000 Händler haben sich daran beteiligt, so viele wie noch nie bei einer Umfrage des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Das Ergebnis ist ernüchternd – war aber angesichts der wochenlang geschlossenen Verkaufsräume zu erwarten. Fast 97 Prozent der Händler gaben an, dass ihr Auftragseingang für Neuwagen im Privatkundenbereich im Januar und Februar gegenüber den Vorjahresmonaten um bis zu 60 Prozent eingebrochen ist.

Nur bei etwa zehn Prozent blieb die Auftragslage stabil. Auftragseinbrüche verzeichneten auch rund 90 Prozent der Händler im Neuwagengeschäft mit Gewerbekunden. Selbst für den Gebrauchtwagenmarkt, der bislang gut durch die Krise kam, schlagen die Händler Alarm. Laut Umfrage berichteten 87 Prozent der Befragten von Auftragsrückgängen. Zwar lief der Februar im Vergleich zum Januar minimal besser. Das reichte aber nicht aus, um von einer Trendwende zu sprechen.