Change-Management im Gebrauchtwagenhandel Das Autohaus Jürgens ist bereit für die Zukunft

Von Silvia Lulei

Der Händler aus Hagen stellte erst alle Prozesse auf den Prüfstand und dann auf den Kopf. Das Ergebnis ist eine komplette Neuaufstellung im Gebrauchtwagengeschäft, die das Unternehmen sicher durch die Pandemie bringt und weit darüber hinaus.

Das Autohaus Jürgens hat seinen Transformationsprozess zum richtigen Zeitpunkt begonnen, denn die Erfolge daraus tragen es jetzt sicher durch die Pandemie.
Das Autohaus Jürgens hat seinen Transformationsprozess zum richtigen Zeitpunkt begonnen, denn die Erfolge daraus tragen es jetzt sicher durch die Pandemie.
(Bild: Autohaus Jürgens)

Kennen Sie das? Alles klappt prima, die Geschäfte laufen, die Absatzzahlen klettern in die Höhe, man verbrennt sich fast ein bisschen an den Strahlen des eigenen Erfolgs. Und dann kommt der Tag, an dem einem bewusst wird, dass sich das strategisch-planvolle Handeln (ungewollt) in Aktionismus verwandelt hat. „Man hat das Gefühl, sich im Kreis zu drehen“, erinnert sich Tino Schneider, Geschäftsführer des Autohauses Jürgens in Hagen.

Unerträglich stark wurde dieses Gefühl 2019 nach der Übernahme von Bald Automobile. Das starke Wachstum im Gebrauchtwagengeschäft zeigte sich in steil nach oben weisenden Absatz- und Umsatzkurven, doch die Ertragskurve bewegte sich langsam, aber stetig nach unten. Bevor die Schere ungesund weit aufklappen konnte, zog das Managementteam um Tino Schneider die Reißleine. Mit der Unterstützung von Coach Oliver Riedel läutete die Autohausgruppe einen Change-Prozess ein – und sicherte sich damit noch vor der Coronakrise den Erfolg für die Zeit während der Pandemie.