Das Privatkunden-Geschäft stabilisiert sich

Eigenzulassungen sinken im Juni gegenüber Vorjahr deutlich

| Autor: Andreas Grimm

(Foto: BCS)

Die Trends im Neuwagengeschäft haben sich im Juni verfestigt. Während sich das Privatkundengeschäft stabilisiert hat, hielten sich Fahrzeugbau und Fahrzeughandel mit Eigenzulassungen verstärkt zurück. Der Anteil der Neuanmeldungen durch Hersteller, Importeure und Händler bliebt im Juni deutlich unter dem Durchschnittswert des ersten Halbjahres.

Laut einer Untersuchung der Frankfurter Marktforschung Dataforce wurden im Juni 114.330 Neuwagen durch Privatpersonen erstmals zugelassen. Das waren zwar noch 1.660 Einheiten weniger als im Vorjahresmonat. Der Rückgang um 1,4 Prozent fällt jedoch deutlich geringer aus als das Minus des gesamten Neuwagenmarkts um 4,7 Prozent. Der Anteil des Privatkundensegments stieg dadurch binnen Jahresfrist von 39,1 Prozent auf jetzt 40,4 Prozent.

Schlechter fallen die Zahlen für das gesamte erste Halbjahr 2013 aus: Von Januar bis Juni wurden 576.000 Neuwagen von privat zugelassen. Das sind über 57.000 Einheiten weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (- 9,0 Prozent). Für das zweite Halbjahr ist Dataforce deutlich zuversichtlicher. Unter anderem wegen der weiter rückläufigen Tageszulassungen, der robusten Lohnentwicklung bei geringer Inflation und dem verbesserten Verbrauchervertrauen sei eine positive Entwicklung der privaten Neuzulassungen zu erwarten.

Stark rückläufig waren im Juni die Marktsegmente Fahrzeugbau und Fahrzeughandel, die jeweils rund 12 Prozent verloren. Auf die Hersteller und Importeure entfielen im Juni 19.895 Neuzulassungen, 2.750 Einheiten weniger als im Vorjahresmonat (- 12,1 Prozent). Der Handel meldete 57.260 Neuwagen an, ein Rückgang um 7.549 Einheiten (- 11,6 Prozent). Der Gesamtanteil dieser nicht durch direkte Nachfrage motivierten Zulassungen erreichte im Juni 27,3 Prozent und liegt damit deutlich unter dem Halbjahresschnitt von 29,8 Prozent. Auch im Monatsvergleich zeigt sich der Rückgang der Eigenzulassungen: Im Juni 2012 lag die Quote noch bei 29,5 Prozent.

Gewerbliche Kunden bleiben zurückhaltend

Erneut ohne Impulse ist im Juni das Firmenkundengeschäft geblieben. Selbstständige und Unternehmen ließen zuletzt 59.524 Fahrzeuge neu zu, 4.718 Einheiten weniger als im Juni 2012 (-7,3 Prozent). Der Segmentanteil des sogenannten relevanten Flottenmarktes sank in der Folge von 21,7 auf 21,0 Prozent. In der Halbjahresbilanz verlor dieses Absatzsegment sogar um 9,9 Prozent oder 35.000 Einheiten auf 319.500 Verkäufe.

Für den weiteren Jahresverlauf erwartet die Frankfurter Marktforschung laut Pressemitteilung, dass sich die Neuzulassungen dem Vorjahresniveau annähern. „Hierfür sprechen beispielsweise das verbesserte Geschäftsklima und langsam anziehende Ausrüstungsinvestitionen“, heißt es.

Entgegen dem bisherigen Markttrend des Jahres 2013 orderten die Autovermieter im Juni kräftig Neuwagen. Über diesen Absatzkanal kamen 31.904 Neuwagen im Juni auf die Straßen, 2.868 Einheiten mehr als im Vorjahresmonat (+ 9,9 Prozent). Im gesamten ersten Halbjahr hatte die Vermietbranche eher zögerlich investiert und 7.646 Einheiten weniger abgenommen als im ersten Halbjahr 2012 (- 4,5 Prozent).

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