ADAC-Zuverlässigkeitsindex Das sind die Gewinner und Verlierer der Pannenstatistik

Autor / Redakteur: sp-x / Jakob Schreiner

Auf Basis seiner jüngst vorgestellten Pannenstatistik für das vergangene Jahr listet der Automobilclub die anfälligsten und die unproblematischsten Modelle auf. Die Statistik beinhaltet Daten zu über 100 Modellen von insgesamt 25 Marken.

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Das sind einige der Modelle, die in der Pannenstatistik des ADAC positiv aufgefallen sind.
Das sind einige der Modelle, die in der Pannenstatistik des ADAC positiv aufgefallen sind.
(Bild: Toyota / Mitsubishi / Honda / Mini / BMW / Audi / VW / Daimler / BMW)

In seiner am Donnerstag vorgestellten Pannenstatistik hat der ADAC nicht nur die Gesamtzahl seiner Panneneinsätze und die dafür am häufigsten verantwortlichen Gründe genannt. Der Automobilclub hat sich anhand dieser Daten auch insgesamt 109 Modelle von 25 Marken genauer angesehen und daraus einen Zuverlässigkeitsindex erstellt. Darin schneiden 40 Baureihen recht zuverlässig ab, rund die Hälfte der Fahrzeuge gemischt und 16 Modelle schlecht.

Die ausgewerteten Fahrzeuge waren alle im Alter von 3 bis 10 Jahren (Erstzulassung 2011 bis 2018) und wurden in einem der Zulassungsjahre mindestens 10.000-mal verkauft und angemeldet. Selbstverschuldete Pannen wie ein leerer Tank und Reifendefekte sind in der Statistik nicht enthalten.

Die ausführliche Bewertung und Aufschlüsselung der Pannenanfälligkeit nach den Baujahren aller 109 Modelle stellt der ADAC auf seiner Internetseite zur Verfügung, die hier verlinkt ist.

Zuverlässigkeitsindex ist kein absolutes Qualitätsurteil

Die Pannenstatistik des ADAC erlaubt keine absoluten Qualitätsurteile über bestimmte Baureihen, zeigt aber Indizien und Tendenzen. Zu den wichtigsten verzerrenden Faktoren zählt der Umstand, dass einige Hersteller eigene Pannendienste unterhalten – häufig im Rahmen einer Mobilitätsgarantie, die für die ersten Neuwagenjahre gilt. Diese Fahrzeuge sind in der ADAC-Statistik nicht aufgeführt.

Außerdem dürften hochpreisige Modelle in der Regel statistisch besser abschneiden als günstige, weil ihre Halter mehr in Pflege und Wartung investieren können oder wollen. Zusätzlich parken solche Autos häufiger in Garagen, was sie unter anderem weniger empfindlich gegenüber kältebedingten Batterieausfällen macht – einen der Hauptgründe für einen ADAC-Einsatz. Ein gut von seinem Besitzer in Schuss gehaltenes Billigauto könne daher im Einzelfall genauso zuverlässig sein wie das Modell einer teuren Marke, so der ADAC.

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