DAT: Diesel-Standzeiten fallen erstmals 2018 unter die 100-Tage-Marke

Restwertentwicklung weiter negativ

| Autor: Christoph Seyerlein

(Bild: Achter / »kfz-betrieb«)

Die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) sieht beim Thema Diesel an einer Ecke etwas Entspannung, an einer anderen aber auch eine Verschärfung der Probleme für Händler. Dem jüngsten Dieselbarometer zufolge sind die Standzeiten gebrauchter Dieselautos klar zurückgegangen, die Verkaufspreise für entsprechende Fahrzeuge allerdings auch.

Die Nachfrage nach gebrauchten Selbstzündern ist im vierten Monat in Folge gestiegen und hat im Juli mit 205.438 Besitzumschreibungen den höchsten Stand des Jahres erreicht. Dementsprechend sind auch die Standzeiten klar zurückgegangen, laut der DAT von 107 Tagen im Juni auf 98 Tage im Juli (Benziner: Juni: 84 Tage, Juli: 75 Tage). Damit standen gebrauchte Diesel erstmals in diesem Jahr durchschnittlich weniger als 100 Tage, einen besseren Wert gab es zuletzt im September 2017 mit 96 Tagen.

DAT-Geschäftsführer Jens Nietzschmann rechnet damit, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Monaten fortsetzen wird. „In den kommenden Monaten werden wir deutlich schwächere Neuzulassungszahlen erleben, weil die neuen WLTP-Messungen zeitintensiv und aufwändig sind. Dies wird voraussichtlich die Standzeiten der Gebrauchtfahrzeuge weiter reduzieren, die Fahrzeugwerte weiter stabilisieren und den Händlern vielleicht die lang ersehnte Entlastung bringen.“

Während bei den Standzeiten der Trend bereits im Juli positiv ausfiel, müssen sich Händler bei der Wertentwicklung bislang aber noch gedulden. Denn die Restwerte gebrauchter Fahrzeuge (3 Jahre alt, 45.000 - 60.000 Kilometer Laufleistung) fielen im vergangenen Monat im Vergleich zum Juni. Sowohl Diesel (Juni: 52,9 %, Juli: 52,7 %) als auch Benziner (Juni: 57,6 %, Juli: 57,5 %) waren im Juli etwas weniger wert als im Monat zuvor.

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