DAT: Fuhrparkmanager setzen auf Diesel

Autor: Jens Rehberg

Die Bedeutung von Dieselfahrzeugen bleibt im Flottenbereich ungebrochen hoch. Der Löwenanteil der Fuhrparkmanager hat sein Bestellverhalten trotz der Diskussionen um den Selbstzünder nicht verändert.

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(Bild: Daimler)

Die Bedeutung von Dieselfahrzeugen bleibt im Flottenbereich ungebrochen hoch. Darauf weist die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) im Rahmen ihres monatlich erscheinenden „Diesel-Barometers“ hin. Demnach gaben 84 Prozent der Befragten in einer nicht-repräsentativen Umfrage unter Fuhrparkleitern an, die Bestellungen von Diesel-Pkw generell nicht reduziert zu haben. Unter ihren dienstwagenberechtigten Kollegen, die sich ihren Pkw selbst aussuchen dürfen, sehen 70 Prozent der Befragten ebenfalls keinen Rückgang bei den Bestellungen.

„Für große Flotten mit Vielfahrern und regelmäßig längeren Fahrtstrecken ist der Diesel nach wie vor die effizienteste Antriebsart“, bestätigt auch Axel Schäfer, der Geschäftsführer des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement. In den großen Firmenflotten seien meist kaum noch Euro-5-Pkw anzutreffen, über 90 Prozent der Fahrzeuge würden inzwischen der Abgasnorm Euro 6 entsprechen.

Dabei hätten sich die Einkaufskonditionen für neue Dieselmodelle in letzter Zeit eher verschlechtert – ein Viertel der Fuhrparkleiter äußerte sich im Rahmen der Analyse entsprechend, was mit den WLTP-Problemen der letzten Monate zu tun haben dürfte. Die Hälfte der Befragten hatten die Situation gleichbleibend eingeschätzt – lediglich 15 Prozent berichteten von verbesserten Einkaufskonditionen. Auch bemerkenswert: Knapp die Hälfte der 164 befragten Fuhrparkleiter beabsichtigen, mittelfristig vermehrt alternative Antriebe in ihre Flotte zu nehmen.

Derweil sind – im Hinblick auf den Gesamtmarkt – die Standtage von gebrauchten Diesel-Pkw im März den dritten Monat in Folge je einen Tag gefallen und liegen nun bei 100 Tagen. Vergleichbare Benziner stehen hierzulande durchschnittlich 88 Tage, bevor sie verkauft werden. Die Wertentwicklung gebrauchter Diesel verlief von Januar bis März weiter auf niedrigem Niveau stabil.

Im März lagen die Diesel-Neuzulassungen in Deutschland den dritten Monat in Folge über dem Vorjahr. Im 1. Quartal 2019 wurden insgesamt 291.092 Diesel-Pkw zugelassen, das waren 2,6 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Gebrauchte Diesel waren seit Jahresbeginn etwas weniger gefragt als noch im Vorjahr. Insgesamt wechselten 555.032 Diesel-Pkw den Besitzer – 4,7 Prozent weniger als im ersten Quartal 2018.

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Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«