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Datensicherheit: Tacho-Moneypulation

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Es ist nach wie vor ein extrem lukratives Geschäft: die Manipulation von Kilometerständen. Doch nun hat der Diagnosespezialist AVL-Ditest ein Konzept entwickelt, das den Großteil frisierter Fahrzeuge entlarvt – und zwar schnell, bequem und günstig.

Andreas Wittig von AVL-Ditest demonstriert die neue Funktion der Diagnosesoftware XDS 1000. Sie vergleicht die Kilometerstände unterschiedlicher Steuergeräte. Werkstätten können so innerhalb von Sekunden ein Fahrzeug auf mögliche Tachomanipulation hin überprüfen. Unterschiede im geringen Umfang sind „normal“.
Andreas Wittig von AVL-Ditest demonstriert die neue Funktion der Diagnosesoftware XDS 1000. Sie vergleicht die Kilometerstände unterschiedlicher Steuergeräte. Werkstätten können so innerhalb von Sekunden ein Fahrzeug auf mögliche Tachomanipulation hin überprüfen. Unterschiede im geringen Umfang sind „normal“.
(Bild: Dominsky)

Dem Geld darf man nicht nachlaufen, man muss ihm entgegengehen“, soll der einst reichste Mann der Welt, Aristoteles Onassis, einmal gesagt haben. So gesehen rennen hierzulande zahlreiche kriminelle Gestalten diesem förmlich entgegen, und das im Prinzip mit staatlicher Duldung. Denn die Manipulation von Fahrzeugkilometerständen ist nicht nur extrem lukrativ, sie ist auch nach wie vor in vollem Gange – leider.

Rückblick: 2012 holt die Sonderermittlungsgruppe „Tacho“ der Münchner Polizei zum Schlag gegen Gebrauchtwagenhändler aus, die im großen Stil die Kilometerstände und Fahrzeughistorien frisiert haben. Jeder dritte Gebrauchte ist nach Erkenntnissen dieser Gruppe in Sachen Laufleistung und damit Zeitwert „faul“. Der Schaden: geschätzte sechs Milliarden Euro jährlich allein hierzulande!