Dealer-Management-Systeme: Stecker gezogen?

Autor / Redakteur: Frank Schlieben / Julia Mauritz

Wer heute im freien Reparaturmarkt tätig ist, kommt ohne EDV nicht aus. Das merken vor allem Unternehmer, die nach Jahren der Zusammenarbeit mit einem Hersteller in eine vertragslose Zukunft blicken. Das richtige DMS zu finden, ist nicht einfach.

Software ist heute das meistgenutzte Werkzeug in einem modernen Werkstattbetrieb.
Software ist heute das meistgenutzte Werkzeug in einem modernen Werkstattbetrieb.
(Bild: © industrieblick - stock.adobe.com)

Automobilhersteller und Importeure straffen derzeit wieder einmal ihre Händlernetze und Serviceorganisationen. Für die betroffenen Werkstattunternehmer hat das Vertragsende massive Konsequenzen. Die schwierigsten Fragen dabei sind, wie der Betrieb künftig weiterexistieren, wie er organisiert und elektronisch strukturiert geführt werden soll. Denn die elektronische Leine in den Betrieb und damit die Unterstützung durch Softwaresysteme des Herstellers lässt sich in der Regel auf Knopfdruck kappen. Wer weiß, dass er seinen Vertrag verliert und als freier Betrieb weiterarbeiten möchte, sollte sich frühzeitig nach geeignetem Ersatz umschauen.

Dabei bringt es wenig, an Altem und Bekanntem festzuhalten. Ja, es ist bequem, wenn man sich an eine bestimmte Bedienlogik gewöhnt hat. Aber beim Thema Software ist lange Marktpräsenz eines Systems nicht gleichzusetzen mit Modernität und Geschwindigkeit. Denn ein Systemanbieter, der viele alte Bestandskunden hat, muss seine alte Software genauso pflegen und schleppt oft eine große Zahl von Alt-Usern mit, die eine schnelle Weiterentwicklung des Systems hemmen, weil sie auf alten Programmversionen arbeiten, die für ihre individuellen Ansprüche ausreichen, modernen Anforderungen aber nicht immer gerecht werden.